Die Zeit rennt, und das jede Minute schneller. Man ist mehr am Stress als irgendwo anders, aber für einen letzten Blogeintrag sollte es noch eben reichen.
Mein Jahr geht zu Ende, ein Jahr in Peru.. In dem ich so viel lernen durfte, mich weiterentwickelt habe, viele unterschiedliche Menschen kennen lernen durfte und welches einfach nicht in Worte zu fassen ist.
Ohne einige wichtige Menschen wäre das nicht möglich gewesen und nie so ausgegangen, wie ich es mir gewünscht habe!
Danke an Mama und Papa und Nick für die unendliche Unterstützung, jeden Tag! Danke, dass ihr nie an mir gezweifelt habt und ich mir immer sicher sein konnte, dass ihr hinter mir steht! Danke für euren Besuch und dass ihr mich ein Jahr habt gehen lassen.
Danke an meine allerbesten Mädels, dafür, dass es nach einem Jahr immer noch genau so sein wird, ich bin mir einfach sicher und freue mich so sehr auf euch! Danke einfach für eure Freundschaft!
Danke an Didi für so viel Liebe! Wir sehen uns bald wieder, ich werde es nicht so weit kommen lassen, dass es 2 Jahre ohne dich werden! Du bist mein Engel :)
Danke an alle anderen lieben Menschen, die in diesem Jahr immer wieder mal an mich gedacht haben und über deren Nachrichten ich mich jedes Mal sehr gefreut habe!
Danke an VIA., dass sie mich angenommen haben und mir dieses Jahr ermöglicht haben ;)
Danke an alle Leute hier in Peru, auch wenn sie es nicht verstehen. Ihr seid wunderbare Menschen!
Danke an Max, dass ich deine Liebe jeden Tag gespürt habe, auch wenn uns so viele Kilometer trennten. Ich bin dir unendlich dankbar für all deine Unterstützung! Ich kann nicht sagen, wie sehr! Ich freue mich, jetzt einfach wieder zu dir nach Hause zu kommen :)
DANKE! Wirklich, ich bin euch allen unendlich dankbar!♥
Ein letzter Kuss aus Peru..
Jenny in Lima
Freiwilligendienst 2011/2012
Lima
Dienstag, 21. August 2012
Mittwoch, 15. August 2012
Die letzte Woche..
Hallo meine Lieben daheim,
nun ist es wirklich schon so weit und meine letzte Woche ist angebrochen. Verbunden mit ziemlich viel Stress, ziemlich vielen Erledigungen, ziemlich viel im Kopf, aber auch noch ziemlich vielen schönen Momenten!
Am Sonntag war ich zum Beispiel mit den chicas und den anderen beiden casa im Theater, was richtig super war. Allen hat es gefallen, es war ein tolles Musical und alle haben sich super verstanden!
Morgen findet dann auch nochmal eine Aktivität statt, wo die chicos mit ihren Instrumenten spielen und am Freitag ist schon unser Abschiedsausflug, oh man.. So schnell vergeht die Zeit und bis dahin ist doch noch so viel zu erledigen?
Am Samstag feiern wir dann mit unseren Freunden, bevor es dann ans Zahnbürste packen geht.
Ich werde es vllt die nächsten Tage noch schaffen ein paar Bilder zu posten, aber versprechen kann ich leider nichts..
Die Tage vergehen wir im Flug, man wird überrollt von Umarmungen und Sätzen wie "Ich will nicht, dass du gehst", "Wer ist die neue Freiwillige? Ist die nett oder böse?" und es tut manchmal weh zu wissen, dass diese Umarmungen und Liebkosungen zu den letzten für sehr sehr lange Zeit gehören.
Es ist ein Gefühlschaos, es ist ein Kopfchaos, es ist ein Organisationschaos, es ist einfach ein totales Chaos.
Eine Woche.
Bis ganz bald, mein Zuhause :)
nun ist es wirklich schon so weit und meine letzte Woche ist angebrochen. Verbunden mit ziemlich viel Stress, ziemlich vielen Erledigungen, ziemlich viel im Kopf, aber auch noch ziemlich vielen schönen Momenten!
Am Sonntag war ich zum Beispiel mit den chicas und den anderen beiden casa im Theater, was richtig super war. Allen hat es gefallen, es war ein tolles Musical und alle haben sich super verstanden!
Morgen findet dann auch nochmal eine Aktivität statt, wo die chicos mit ihren Instrumenten spielen und am Freitag ist schon unser Abschiedsausflug, oh man.. So schnell vergeht die Zeit und bis dahin ist doch noch so viel zu erledigen?
Am Samstag feiern wir dann mit unseren Freunden, bevor es dann ans Zahnbürste packen geht.
Ich werde es vllt die nächsten Tage noch schaffen ein paar Bilder zu posten, aber versprechen kann ich leider nichts..
Die Tage vergehen wir im Flug, man wird überrollt von Umarmungen und Sätzen wie "Ich will nicht, dass du gehst", "Wer ist die neue Freiwillige? Ist die nett oder böse?" und es tut manchmal weh zu wissen, dass diese Umarmungen und Liebkosungen zu den letzten für sehr sehr lange Zeit gehören.
Es ist ein Gefühlschaos, es ist ein Kopfchaos, es ist ein Organisationschaos, es ist einfach ein totales Chaos.
Eine Woche.
Bis ganz bald, mein Zuhause :)
Mittwoch, 8. August 2012
Huacachina - Die Oase in der Wüste
"Es war einmal ein Jäger in den Dünen um Huacachina unterwegs, da sah er eine wunderschöne Prinzessin beim Baden. Von ihrem Anblick ergriffen, versteckte er sich und beobachtete sie heimlich. Doch als sie in ihren Spiegel sah, entdeckte sie den Jäger - und lief vor Angst davon, nur mit ihrem Mantel bekleidet. (...) Der Spiegel zerbrach in tausend Scherben. Daraus entstanden die Wasserlöcher der Region, auch die Lagune Huacachina. Die Tränen der Prinzessin füllten sie mit Wasser. Und die Dünenlandschaft ist nach der Form des Mantels entstanden."
Das ist ein Teil der Legende, die sich um die Oase Huacachina, ca. 300 km südlich von Lima, dreht.
Dort zog es mich letztes Wochenende dann auch hin! :)
Dazu: Lima ist nach Kairo die zweitgrößte Stadt der Welt, die in einer Wüste erbaut wurde, interessant, oder?
Es ging also nach Ica, das ist die Stadt von der aus man zu der Oase gelangt.
Dort ist momentan Winter, wie überall an Perus Küste. Bedeutet aber nicht wie in Lima Nebel, 15 Grad und verdammte Kälte durch über 90 % Luftfeuchtigkeit, sondern Sonne Sonne Sonne und angenehme 25-26 Grad Durchschnittstemperatur. Auf jeden Fall was für mich!
Ich war mit Steffen, seiner peruanischen Freundin Mariela und Richard, einem Freund unterwegs, den wir in Ica trafen. Wir aßen etwas und machten uns dann auf nach Huacachina.
Als wir dort ankamen war ich direkt begeistert. Die Lagune und der Ort sind einfach wahnsinnig niedlich. Es ist wie in einem Film, alles ist sehr klein, es gibt überall nette Restaurant und es ist einfach total idyllisch mit all den Palmen und dem Wasser. Und den riesigen Sanddünen drumherum erst. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus als ich die sah und dachte "Wow, Jenny, du bist echt in der Wüste"
Am Nachmittag bekamen wir auch direkt noch eine Sandbuggy- und Sandboardingtour von dem Hostel, in dem wir untergebracht waren! Also auf gings, im Buggy auf die Dünen! Das war der Hammer :) Nachdem wir eine kleine Fotosession einlegten, ging es dann auch schon auf die Bretter, die Dünen runter. Man sollte sich nicht wie ich am Anfang direkt übernehmen, sonst landet man (wie ich, aber wahrscheinlich nur weil ich es einfach nicht drauf hatte :D) direkt auf der Schnauze und tut sich auch noch weh :D
Aber gut, die nächsten Dünen ging es dann auf dem Bauch abwärts, was mindestens genau so cool war. Außerdem haben wir ein wenig vom Sonnenuntergang mitbekommen, total schön, wie sich der Himmel langsam rosa färbte, man oben im Sand stand, runterblickte auf eine warm erleuchtete Lagune und sich einfach gut fühlen musste! :)
An dem Abend stand für mich dann leider nicht mehr viel an, denn nachts wird es sehr kalt und da ich noch ein wenig erkältet war konnte ich nur im Bett liegen, weil ich so wahnsinnig gefroren habe.
Bin dann am nächsten Tag auch leider ohne Stimme aufgewacht ;)
Wir schliefen Sonntag dann erstmal ein wenig aus, um dann in Ruhe zu frühstücken und ein wenig die Lagune zu erkunden und ein paar Bilder bei Tageslicht zu machen. Das Dörfchen gefällt mir wirklich wahnsinnig gut :)
Danach, um 13 Uhr, ging es dann los auf eine Tour zu den Wein- und Piscokellern. Pisco ist der Traubenschnaps, der einfach typisch peruanisch ist und auf keiner Feier fehlen darf!
Wir fuhren zu 2 verschiedenen Weinkellern ("bodegas") und lernten einiges über die Herstellung von Pisco! Das war wirklich interessant. Jedes Jahr im Monat März wird gearbeitet und der Pisco für das ganze Jahr hergestellt. Die Prozedur ist sehr aufwendig, aber dieser Monat ist auch immer mit viel Feierei verbunden. In dieser Region gibt es abertausende von "bodegas" und die ist bekannt für ihre Pisco- und Weinherstellung. Deshalb lohnt es sich bestimmt im März mal vorbei zu schauen! :)
Es werden dann ca. 2 Tonnen Weintrauben zerstampft und durch verschiedene Prozesse geschickt, die oft mals 2 Wochen oder 4 Wochen "Ruhezeit" beinhalten. Aus diesen 2 Tonnen Weintrauben gewinnt man 1600 Liter Saft, und aus diesen werden nur 400 Liter zu Pisco verarbeitet! Der Rest verschwindet ;)
Danach nahmen wir natürlich noch an Proben teil, einige Sachen haben sogar ganz gut geschmeckt, aber überzeugen kann mich Alkohol irgendwie immer noch nicht so ganz ;)
Danach ging es zurück zum Hostel und dann stand auch schon der Heimweg wieder an, der sich leider etwas lang zog..
Ich weiß, dass dieser Eintrag nicht sehr ausführlich ist und ich hätte noch so viel mehr über all das schreiben können, was ich so im Kopf hatte, aber im Moment gibt es da noch 93874 andere Sachen, die ich in den letzten 2 Wochen erledigen muss, weshalb da nicht so viel Platz für diesen Eintrag war ;)
Ich lasse die Bilder hier auch einfach mal für sich sprechen! (Sie sind leider ein wenig durcheinander, weil noch ein paar von Steff dabei sind, danke!)
Ich den nächsten 2 Wochen stehen auch noch einige Aktivitäten an, über die ich dann sicher berichten kann!
Ich freue mich wirklich sehr auf zu Hause! Danke, dass es euch gibt, ehrlich:)
Das ist ein Teil der Legende, die sich um die Oase Huacachina, ca. 300 km südlich von Lima, dreht.
Dort zog es mich letztes Wochenende dann auch hin! :)
Dazu: Lima ist nach Kairo die zweitgrößte Stadt der Welt, die in einer Wüste erbaut wurde, interessant, oder?
Es ging also nach Ica, das ist die Stadt von der aus man zu der Oase gelangt.
Dort ist momentan Winter, wie überall an Perus Küste. Bedeutet aber nicht wie in Lima Nebel, 15 Grad und verdammte Kälte durch über 90 % Luftfeuchtigkeit, sondern Sonne Sonne Sonne und angenehme 25-26 Grad Durchschnittstemperatur. Auf jeden Fall was für mich!
Ich war mit Steffen, seiner peruanischen Freundin Mariela und Richard, einem Freund unterwegs, den wir in Ica trafen. Wir aßen etwas und machten uns dann auf nach Huacachina.
Als wir dort ankamen war ich direkt begeistert. Die Lagune und der Ort sind einfach wahnsinnig niedlich. Es ist wie in einem Film, alles ist sehr klein, es gibt überall nette Restaurant und es ist einfach total idyllisch mit all den Palmen und dem Wasser. Und den riesigen Sanddünen drumherum erst. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus als ich die sah und dachte "Wow, Jenny, du bist echt in der Wüste"
Am Nachmittag bekamen wir auch direkt noch eine Sandbuggy- und Sandboardingtour von dem Hostel, in dem wir untergebracht waren! Also auf gings, im Buggy auf die Dünen! Das war der Hammer :) Nachdem wir eine kleine Fotosession einlegten, ging es dann auch schon auf die Bretter, die Dünen runter. Man sollte sich nicht wie ich am Anfang direkt übernehmen, sonst landet man (wie ich, aber wahrscheinlich nur weil ich es einfach nicht drauf hatte :D) direkt auf der Schnauze und tut sich auch noch weh :D
Aber gut, die nächsten Dünen ging es dann auf dem Bauch abwärts, was mindestens genau so cool war. Außerdem haben wir ein wenig vom Sonnenuntergang mitbekommen, total schön, wie sich der Himmel langsam rosa färbte, man oben im Sand stand, runterblickte auf eine warm erleuchtete Lagune und sich einfach gut fühlen musste! :)
An dem Abend stand für mich dann leider nicht mehr viel an, denn nachts wird es sehr kalt und da ich noch ein wenig erkältet war konnte ich nur im Bett liegen, weil ich so wahnsinnig gefroren habe.
Bin dann am nächsten Tag auch leider ohne Stimme aufgewacht ;)
Wir schliefen Sonntag dann erstmal ein wenig aus, um dann in Ruhe zu frühstücken und ein wenig die Lagune zu erkunden und ein paar Bilder bei Tageslicht zu machen. Das Dörfchen gefällt mir wirklich wahnsinnig gut :)
Danach, um 13 Uhr, ging es dann los auf eine Tour zu den Wein- und Piscokellern. Pisco ist der Traubenschnaps, der einfach typisch peruanisch ist und auf keiner Feier fehlen darf!
Wir fuhren zu 2 verschiedenen Weinkellern ("bodegas") und lernten einiges über die Herstellung von Pisco! Das war wirklich interessant. Jedes Jahr im Monat März wird gearbeitet und der Pisco für das ganze Jahr hergestellt. Die Prozedur ist sehr aufwendig, aber dieser Monat ist auch immer mit viel Feierei verbunden. In dieser Region gibt es abertausende von "bodegas" und die ist bekannt für ihre Pisco- und Weinherstellung. Deshalb lohnt es sich bestimmt im März mal vorbei zu schauen! :)
Es werden dann ca. 2 Tonnen Weintrauben zerstampft und durch verschiedene Prozesse geschickt, die oft mals 2 Wochen oder 4 Wochen "Ruhezeit" beinhalten. Aus diesen 2 Tonnen Weintrauben gewinnt man 1600 Liter Saft, und aus diesen werden nur 400 Liter zu Pisco verarbeitet! Der Rest verschwindet ;)
Danach nahmen wir natürlich noch an Proben teil, einige Sachen haben sogar ganz gut geschmeckt, aber überzeugen kann mich Alkohol irgendwie immer noch nicht so ganz ;)
Danach ging es zurück zum Hostel und dann stand auch schon der Heimweg wieder an, der sich leider etwas lang zog..
Ich weiß, dass dieser Eintrag nicht sehr ausführlich ist und ich hätte noch so viel mehr über all das schreiben können, was ich so im Kopf hatte, aber im Moment gibt es da noch 93874 andere Sachen, die ich in den letzten 2 Wochen erledigen muss, weshalb da nicht so viel Platz für diesen Eintrag war ;)
Ich lasse die Bilder hier auch einfach mal für sich sprechen! (Sie sind leider ein wenig durcheinander, weil noch ein paar von Steff dabei sind, danke!)
Ich den nächsten 2 Wochen stehen auch noch einige Aktivitäten an, über die ich dann sicher berichten kann!
Ich freue mich wirklich sehr auf zu Hause! Danke, dass es euch gibt, ehrlich:)
| Plaza de Armas - Ica |
| Unser Hostel |
| Buuuuggy |
| Rich! |
| :) |
| Huacachina |
| Die Oase |
| Hostel |
| Die erste "bodega" |
| Probe! |
| Die zweite "bodega" |
| Steff und Rich |
| Faaaxen |
| Ab geehts :) |
| :) |
| Huacachina bei Nacht |
| Tolle Truppe :) |
| Mariela und ich! |
Samstag, 28. Juli 2012
Alles strahlt rot-weiß
Hallo ihr Lieben!
Ich wollte nur kurz von meinen letzten Tagen berichten. Hier ist alles momentan sehr "zweitönig", nämlich rot-weiß.
Peru feiert heute, am 28. Juli seine Unabhängigkeit und das wird natürlich gebührend gefeiert. An jedem Haus hängt eine Fahne, einige sind geschmückt wie an Weihnachten, sehr witzig ;)
Viele Peruaner haben kleine Ansteckfahnen an ihren Anzügen oder Blusen hängen und der Tag wird mit der Familie beim Essen (wo auch sonst), mit einem leckeren Pisco oder auch bei der langen Militärparade verbracht, die ich mir auch eigentlich anschauen wollte. Aber ich habe mein warmes Bettchen dem vorgezogen, hihi :)
Im casa und auch in allen Schulen wurde dieser Tag natürlich auch gefeiert. Die kleine Perla hat mit ihrer Klasse verschiedene Tänze aufgeführt, die ich mir angeschaut habe, weil ihre Tante leider nicht erschien. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei..
Im casa gab es Torte und "Chorizo", eine bestimmte Wurst im Brötchen. Allerdings habe ich nicht mitgefeiert, weil wir gestern mit ein paar Freunden zu einer Veranstaltungen gefahren sind. "La noche de la comida peruana" - "Die Nacht des peruanischen Essens" sozusagen. Hört sich schon mal gut an ;)
Wir haben lecker (und zu viel) gegessen und den Abend zusammen genossen!
Sonst steht nicht so viel an, ich habe einige Sachen erledigt, die noch so zu erledigen sind, bevor die Zeit hier vorübergeht. Der Countdown läuft, in 24 Tagen betrete ich deutschen Boden.
Die Definition von Zeit bekommt jeden Tag eine andere Bedeutung. Was genau in meinem Kopf vorgeht kann ich gar nicht so richtig sagen. Nächstes Wochenende wird nochmal ausgenutzt, um in die Wüste nach Süden zu fahren, ein wenig zu sandboarden und sich Pinguine und Seelöwen anzuschauen, dann gibts nochmal Bilder :)
Macht es gut, haltet die Stellung :) :*
Ich wollte nur kurz von meinen letzten Tagen berichten. Hier ist alles momentan sehr "zweitönig", nämlich rot-weiß.
Peru feiert heute, am 28. Juli seine Unabhängigkeit und das wird natürlich gebührend gefeiert. An jedem Haus hängt eine Fahne, einige sind geschmückt wie an Weihnachten, sehr witzig ;)
Viele Peruaner haben kleine Ansteckfahnen an ihren Anzügen oder Blusen hängen und der Tag wird mit der Familie beim Essen (wo auch sonst), mit einem leckeren Pisco oder auch bei der langen Militärparade verbracht, die ich mir auch eigentlich anschauen wollte. Aber ich habe mein warmes Bettchen dem vorgezogen, hihi :)
Im casa und auch in allen Schulen wurde dieser Tag natürlich auch gefeiert. Die kleine Perla hat mit ihrer Klasse verschiedene Tänze aufgeführt, die ich mir angeschaut habe, weil ihre Tante leider nicht erschien. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei..
Im casa gab es Torte und "Chorizo", eine bestimmte Wurst im Brötchen. Allerdings habe ich nicht mitgefeiert, weil wir gestern mit ein paar Freunden zu einer Veranstaltungen gefahren sind. "La noche de la comida peruana" - "Die Nacht des peruanischen Essens" sozusagen. Hört sich schon mal gut an ;)
Wir haben lecker (und zu viel) gegessen und den Abend zusammen genossen!
Sonst steht nicht so viel an, ich habe einige Sachen erledigt, die noch so zu erledigen sind, bevor die Zeit hier vorübergeht. Der Countdown läuft, in 24 Tagen betrete ich deutschen Boden.
Die Definition von Zeit bekommt jeden Tag eine andere Bedeutung. Was genau in meinem Kopf vorgeht kann ich gar nicht so richtig sagen. Nächstes Wochenende wird nochmal ausgenutzt, um in die Wüste nach Süden zu fahren, ein wenig zu sandboarden und sich Pinguine und Seelöwen anzuschauen, dann gibts nochmal Bilder :)
Macht es gut, haltet die Stellung :) :*
| Torte :) |
| papa rellena - gefüllte Kartoffel |
| tallarines, papa a la huancaina, pollo - Nudeln mit Hühnchen und Kartoffel |
| Tacacho con cecina - typisches Regenwaldgericht. Kochbanane gefüllt und dazu Schwein, schmeckt so wie Kasseler ;) |
Mittwoch, 25. Juli 2012
Der Himmel auf Erden..
Wo fängt man an?
2 Wochen zu beschreiben, in denen man mehr erlebt hat, als man sich je hätte vorstellen können machen es mir wirklich nicht leicht einen Anfang zu finden. Wie eigentlich nach jedem Urlaub, den ich versuche in einen Blogeintrag zu fassen. Dass allerdings dieses Mal noch so viele Gefühle und Emotionen dahintersteckten, macht es umso schwieriger die richtigen Worte zu finden.
Nach 10 1/2 Monaten warten, nach einer nächtlichen Fahrt zum Flughafen, nach zittern, auf einem Bein rumtreten und einer Stunde an diesem verdammten "Hier-kommen-alle-Leute-an"-Bereich zu verharren, war es so weit. Man stand sich gegenüber. Und es ging alles so schnell und zackig und in der Luft hing dieses "Ist das jetzt wirklich wahr?" Man sieht sich an und kann nicht glauben, dass dieser Moment wirklich da ist, in dem man sich wieder ansehen kann und umarmen kann und einfach so reden kann, ohne einen Bildschirm dazwischen. Die nächtliche Ruhe (soll in Lima doch auch vorkommen..) legte eine Stille auf die Situation und schaffte viel Platz nur für uns Beide. Es war wie etwas, was nachts eben geschieht: Ein Traum.
Ich will nicht drumherum schweifen. Es war einfach wunderschön :) Es war vertraut und neu zugleich, es war aufregend und doch so beruhigend, es war einfach alles in einem.
Am nächsten Tag, im Tageslicht, sollte der Schimmer allerdings nicht verfliegen! Er blieb, das Besondere blieb und sollte es auch die nächsten 2 Wochen :) Wie ein kleines Wunder, wie alles so sehr normal sein kann! Ich war selten so froh und glücklich über etwas, das könnt ihr mir glauben. Ps. Entschuldigt an dieser Stelle den Kitsch, damit müsst ihr in diesem Bericht kurz auskommen ;)
Am ersten Tag stand natürlich Lima an! Ein wenig meine schöne Stadt erkunden und die chicas im casa besuchen!
Es war ein gelungener Tag, mit ausreichender Fotosession im casa. Die Mädels waren natürlich alle hin und weg ;) Danach sind wir ins Larcomar gefahren, das riesige (sehr europäische) Einkaufszentrum im Freien am Meer. Danach ging es bummeln ins Stadtzentrum, um abends in der Dämmerung auf einen Aussichtsberg zu fahren! Es war einfach atemberaubend! Ja, Lima ist groß, aber von dort oben wird einem die Dimension erst mal ein wenig bewusst. Man dreht sich einmal um die eigene Achse, und in allen Himmelsrichtungen sieht man nur eins: Lichter, Stadt, Straßen, ohne Ende. Wirklich sehr beeindruckend!
Leider habe ich kein Bild von der Lodge im Dunkeln.. :(
Am nächsten Tag begaben wir uns auch wieder auf Wanderung, wir sahen ein paar neue Bäume, aber nicht mehr allzu viel. Es war trotzdem einfach toll durch den Regenwald zu stapfen!
Und am nächsten Tag ging es dann nach einer Bootstour (um 6 Uhr in der Früh mit tollen Nebelschwaden über dem Fluss) und Mittagessen auch schon wieder zurück Richtung Iquitos! So schnell waren 5 Tage vergangen! Wir haben einiges erlebt, gesehen und erzählt bekommen und hatten wirklich tolle, romantische und ruhige 5 Tage! Es war wunderbar :)
2 Wochen zu beschreiben, in denen man mehr erlebt hat, als man sich je hätte vorstellen können machen es mir wirklich nicht leicht einen Anfang zu finden. Wie eigentlich nach jedem Urlaub, den ich versuche in einen Blogeintrag zu fassen. Dass allerdings dieses Mal noch so viele Gefühle und Emotionen dahintersteckten, macht es umso schwieriger die richtigen Worte zu finden.
Nach 10 1/2 Monaten warten, nach einer nächtlichen Fahrt zum Flughafen, nach zittern, auf einem Bein rumtreten und einer Stunde an diesem verdammten "Hier-kommen-alle-Leute-an"-Bereich zu verharren, war es so weit. Man stand sich gegenüber. Und es ging alles so schnell und zackig und in der Luft hing dieses "Ist das jetzt wirklich wahr?" Man sieht sich an und kann nicht glauben, dass dieser Moment wirklich da ist, in dem man sich wieder ansehen kann und umarmen kann und einfach so reden kann, ohne einen Bildschirm dazwischen. Die nächtliche Ruhe (soll in Lima doch auch vorkommen..) legte eine Stille auf die Situation und schaffte viel Platz nur für uns Beide. Es war wie etwas, was nachts eben geschieht: Ein Traum.
Ich will nicht drumherum schweifen. Es war einfach wunderschön :) Es war vertraut und neu zugleich, es war aufregend und doch so beruhigend, es war einfach alles in einem.
Am nächsten Tag, im Tageslicht, sollte der Schimmer allerdings nicht verfliegen! Er blieb, das Besondere blieb und sollte es auch die nächsten 2 Wochen :) Wie ein kleines Wunder, wie alles so sehr normal sein kann! Ich war selten so froh und glücklich über etwas, das könnt ihr mir glauben. Ps. Entschuldigt an dieser Stelle den Kitsch, damit müsst ihr in diesem Bericht kurz auskommen ;)
Am ersten Tag stand natürlich Lima an! Ein wenig meine schöne Stadt erkunden und die chicas im casa besuchen!
Es war ein gelungener Tag, mit ausreichender Fotosession im casa. Die Mädels waren natürlich alle hin und weg ;) Danach sind wir ins Larcomar gefahren, das riesige (sehr europäische) Einkaufszentrum im Freien am Meer. Danach ging es bummeln ins Stadtzentrum, um abends in der Dämmerung auf einen Aussichtsberg zu fahren! Es war einfach atemberaubend! Ja, Lima ist groß, aber von dort oben wird einem die Dimension erst mal ein wenig bewusst. Man dreht sich einmal um die eigene Achse, und in allen Himmelsrichtungen sieht man nur eins: Lichter, Stadt, Straßen, ohne Ende. Wirklich sehr beeindruckend!
| Sania und Perla |
| Maira |
| Danitza |
| Maria |
| Die Kathedrale |
| Lima! |
| ♥ |
| Einfach unbeschreiblich! :) |
Am nächsten Tag haben wir uns nach dem Ausschlafen überlegt in den Zoo zu gehen, quasi alte Tradition ;) Max und ich und ganz Lima hatten einfach unfassbar Glück mit dem Wetter. Dieses Jahr will der Winter nämlich nicht wirklich auftauchen und wir hatten unheimlich tollen Sonnenschein und T-Shirt-Wetter! Besser ging es nicht! Nach einem leckeren Mittagessen (dazu: Max mag die peruanische Küche, worauf sie wirklich stolz sein kann! Wobei, so schwer ist es ihr noch nie gefallen, Menschen zu begeistern ;)) ging es nach Hause und ans Packen, denn am Abend startete unser Flug Richtung Tarapoto im Regenwald!
| Alpakas, Lamas, Vicuñas |
| Mini-Schildkröten |
| Der peruanische Nationalvogel |
| Die 2 waren goldig :) |
Der Flug nach Tarapoto verlief reibungslos und ließ uns nur in einigen Moment Zeit ein wenig zu begreifen, was wir hier eigentlich vor uns haben. Nach all dem Wiedersehen und dem Schnelldurchlauf durch diese schier unendliche Stadt ging es auch schon weiter in den Regenwald?! Wow! Einfach unglaublich!
Am Abend suchten wir uns ein Hostel und wollten am nächsten Tag nach Yurimaguas weiterfahren, eine Hafenstadt von der aus uns ein Bootsabenteuer den Amazonas hinauf Richtung Iquitos (Die Hauptstadt des Regenwaldes quasi) erwarten sollte.
Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Busterminal, allerdings fuhr der Kleinbus erst gegen 11, weshalb wir noch Zeit hatten ein wenig in der Stadt rumzuschlendern. Wie in allen Städten des Regenwaldes fahren nirgendwo Autos, sondern nur Mototaxis, immer wieder ein schöne Anblick.
Die Stadt gefiel mir ganz gut, vor allem der Markt. Zu den Märkten muss ich allerdings generell sagen, dass sie eine Sache sind, die ich an Peru unheimlich vermissen werde. Da ist einfach das pure Leben. Es ist immer wieder interessant an den Ständen vorbeizugehen, die Leute reden zu hören und zu sehen, was man nicht so alles auf der Straße kaufen kann. Es hat unheimlichen Flair!
Danach ging es dann ca. 3 Stunden nach Yurimaguas, in Schlangenlinien! Aber immerhin wurde die Straße neu ausgebaut und die Fahrt war erträglich :)
Dort wurde uns gesagt, dass am gleichen Tag leider keins der Boote mehr ablegen würde, weshalb wir uns ein Hostel suchten und den Tag damit verbrachten einige Erledigungen zu machen!
Zum Beispiel Hängematten und Tupperdosen kaufen für das Boot, wie aufregend! :)
Yurimaguas ist eine kleine Hafenstadt, die mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat! Es ist sehr ruhig und klein, die Menschen kennen sich und es ist direkt am Wasser. Und der Regenwaldflair ist deutlich zu spüren, wo auch immer er sich da genau versteckt ;)
Beim Eis essen in der Dämmerung auf der Plaza de Armas, wurden wir auch gleich 3 Mal angesprochen von Peruanern, die es toll finden, dass Ausländer ihr Land besuchen! Ich bin selten auf so nette Menschen gestoßen! :) Es war wirklich nett sich mit denen zu unterhalten!
| Tarapoto |
| Ein Teil des Marktes! |
| Aussicht aus dem Hostel :) |
| Yurimaguas |
| Weg zum Hostel |
| :) |
Am nächsten Morgen sollte das Boot entweder um 9, oder um 12 ablegen, niemand wusste es so genau. Wir verließen den Hafen glaube ich gegen halb 2, aber wir sind ja auch in Peru.
Ich habe mir die Unpünktlichkeit nie angewöhnt und deshalb waren wir natürlich um halb neun auf dem Schiff. Unsere Hängematten hatten wir einen Tag vorher schon aufgehangen und somit einen guten Platz :)
Das Boot namens "Eduardo" war wirklich eines der besten. Ich habe wirklich eindeutig schlimmeres Geschichten gehört und man konnte wirklich nicht meckern!
Es gab 2 Passagierdecks mit Hängemattenplätzen und noch ein paar Kabinen und natürlich viel Platz für all die Waren, die Leute nach Iquitos oder Nauta (eine Zwischenstation) transportierten!
Iquitos ist eine der wenigen Städte des Urwaldes, die ausschließlich (!!) über den Luft- und Wasserweg zu erreichen ist. Luftweg ist verdammt teuer, weshalb man auf dem Boot sehr viele Einheimische trifft, mit denen man sich austauschen kann. Reisende trifft man nicht allzu viele, diejenigen, die dort sind, wollten sich das Abenteuer der Bootsreise eben nicht entgehen lassen! Aber es ist wohl nicht jedermanns Sache ;)
Wir waren insgesamt 2 Nächte auf dem Boot und 3 Tage unterwegs! Hauptaufgabe: Nichtstun und sich die Zeit irgendwie vertreiben! Max und ich haben hauptsächlich gelesen. Es war sehr angenehm auf dem Schiff, keine Hektik, man hat viele Sachen gesehen, die auf dem ersten Blick nicht ins Auge fallen, z.B. all die Papageien zwischen den Hängematten oder all die alten Leute, die so unheimlich fit aussehen.
Nichts gegen unsere Großeltern-Generation, aber die kann man sich auf so einem Boot um Gottes Willen nicht vorstellen. Oder sagen wir: Die Mehrheit ;)
Wir genossen also all die Zeit, die wir nach so langer Trennung für uns hatten und konnten einfach den ganzen Tag reden und lesen und uns austauschen und die Aussicht genießen. Schließlich schipperten wir über den Amazonas, an einigen Tagen war das doch alles sehr sehr unwirklich.. ;) Auch wenn die Aussicht so gut wie immer gleich blieb, musste man sich manchmal die Realität vor Augen führen, indem man sich sagt "Hey, wir liegen hier, du und ich, in unseren Hängematten, die Sonne strahlt, es ist warm und wir schippern über dem Amazonas, um im Regenwald Perus bald eine Dschungeltour zu starten" Klingt selbst beim Aussprechen immer noch sehr unwirklich. Aber wir freuten uns einfach :)
Noch was anderes: Essen gab es immer um halb sieben, halb zwölf und halb sechs, zumindest soweit ich mich erinnern. Es gab Haferbrei mit Brot zum Frühstück, Reis mit Hühnchen zum Mittags und das gleiche eigentlich auch zum Abendessen. Nicht sehr abwechslungsreich, nicht seeehr lecker, aber immerhin. Max und ich fasteten in diesen Tagen auch quasi und teilten uns alles, da unser Magen uns ein wenig Probleme bereitete.
Am nächsten Tag machten wir dann morgens einen Halt in Nauta, einer kleinen Stadt, von der aus man auch mit dem Auto nach Iquitos fahren kann. Wir wählten aber anstatt 2 Stunden Auto, die 8-stündige Bootsfahrt ;)
| Der Hafen |
| Hängematten! |
| ♥ |
| Unser Hostel von außen.. :D |
| Die wirklich tollsten Sonnenuntergänge.. |
| :) |
| Dörfer am Fluss |
| Und Besuch auf dem Schiff, einen Affen gab es auch ;) |
| Nauta! |
| Sanitäre Anlagen ;) |
| Und die Klo-Dusch-Kombi, findet man hier oft. |
| :) |
| Ankunft Iquitos |
| Regenwald :) |
Das Boot war nach diesem Halt auch wirklich sehr leer, da ziemlich viele Menschen ausgestiegen sind.
Gegen Nachmittag kamen wir dann in Iquitos an und fuhren vom Hafen direkt zum Hostel, welches ich vorher schon gebucht hatte. Die Besitzerin war sehr nett und das Hostel auch sehr sauber und süß!
An dem Tag schauten wir uns die Plaza de Armas an und aßen zu Abend, um dann sehr müde ins Bett zu fallen. Und das nachdem man doch eigentlich 3 Tage nichts getan hat ;)
Iquitos wird von vielen als hässliche Stadt bezeichnet, ich finde sie allerdings gar nicht so schlimm. Zwar gibt es schönere Städte, aber sie hat doch ihren Urwaldflair :)
Am nächsten Tag wollten wir zum "Mercado Belén", ein sehr berühmter und großer Markt in Iquitos, auf dem man wohl am ehesten "das wahre Leben" kennen lernt. Klar, ist ja auch ein Markt, der beste Platz für das wahre Leben, deshalb liebe ich sie auch so! Wir hatten leider nicht so richtig Glück mit dem Wetter, zwar war es warm, aber es hatte geregnet und deshalb war der Markt mit einer Schlammschicht überdeckt und meine Beine nach wenigen Minuten auch.
Zu dem Markt: Er befindet sich in einer Gegend Iquitos', die eher ärmlich ist, was man auch sehr schnell merkt. Und ich war trotzdem selten so beeindruckt von etwas. Dieser Markt ist einfach unübertrefflich.
So riesig, dass man nach 2 Minuten nicht mehr weiß, so links und rechts ist und einfach irgendwo hingeht, um etwas Neues zu sehen. Es gab einfach alles! Ich glaube auch wir haben im Endeffekt viel zu wenig von dem gesehen, was es da so alles gab!
Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürze, Hygieneartikel, Suppen, Brot- und Backwaren... und und und. Man wusste gar nicht, wo man hinschauen sollte. Die Leute aßen ihr Frühstück an all den Ständen, zwischen denen man sich durchschlengelte. Hängende Hühner, sämtliche Innereien sämtlicher Tiere auf den Tischen ausgebreitet. Schlafende Menschen zwischen all dem Chaos, eins neben dem Anderen. Wir gönnten uns ein Stück frischer Wassermelone und liefen durch die Fleischhalle (Max: "Wie kannst du deine Wassermelone hier so einfach essen?") Ein wenig gewöhnt man sich eben doch an all das Makabere ;)
Es war wunderbar, es gefiel mir einfach auf Anhieb. Ich habe in all dem Trubel meine Kamera nicht herausgeholt, weil es mir etwas zu gefährlich schien, aber auch irgendwie unangebracht. Aber eigentlich ist es egal, denn vor allem bei solchen Sachen reichen weder Worte, noch Bilder nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben. Da muss man schon selbst hier hin kommen! Anders geht es einfach nicht.
Danach wollten wir zu einer Lagune mit Tierpark (Quistococha) fahren, also setzten wir uns in einen Bus. Auch eine durchaus einmalige Erfahrung, die Busse hier sind nämlich quasi gänzlich aus Holz (in Lima ja dann doch nicht mehr.. :D) und da es nach wenigen Minuten anfing in Strömen (ja, STRÖMEN) zu regnen, kamen wir in den Genuss der Fenstertechnik. Ich dachte eigentlich, dass gar keine Fenster existieren, aber doch: Es gibt eine Klappe, aus der man das Fenster rauszieht, die Klappe wieder schließt und das Fenster daraufsetzt quasi. Sehr witzig, sehr originell, aber leider auch nicht sehr wasserdicht ;)
An der Lagune angekommen wurde wir auf 20 Metern klitschnass, aber Max und ich sind Fans von Regen und vom warmen erst recht :)
Erst gingen wir durch den Tierpark, den es dort gab und schauten uns ein paar Tiere an. Nachdem ich aber in Peru schon einige Zoos gesehen habe, bin ich immer mehr abgeneigt in weitere zu gehen. Der in Lima ist ok, aber wenn es um kleinere Tierparks geht, dann ist das alles wirklich nicht mehr schön anzuschauen..
Danach wartete die Lagune auf uns, und obwohl alles nass war und der Geruch von Regen noch in der Luft lag, kam das Gefühl von Sommer auf. Strand, Palmen, Volleyballnetz, Früchte und das Wasser, oh Gott, ich habe noch nie soooo warmes Wasser gespürt, von wegen Mittelmeer ;) Wir saßen und in ein Restaurant, tranken etwas und unterhielten uns, es war ein wirklich schöner Nachmittag!
Nach dem Heimweg aßen wir Mittag und gingen ins Hostal, um unsere Sachen ein wenig zu packen, da es am nächsten Tag schon los zu unserer Dschungeltour gehen sollte! 5 Tage in einer Lodge, yes :)
Am Abend schlenderten wir noch über die Plaza, aßen Eis und genossen den Abend!
| Die Lagune |
| :) |
| Iquitos! |
Um 6 Uhr am Montag hieß es dann auch schon "Aufstehen!"
Und los ging es erst im Taxi mit Rosa, der Besitzerin des Hostels und Heine (Ich gehe davon aus man schreibt ihn so), unserem Guide, nach Nauta. Nach ca. 2 Stunden Fahrt nahmen wir von dort aus ein kleines Boot, mit dem es nochmal ca. 2 Stunden dauern sollte, bis wir an der Lodge ankamen.
Die Fahrt war zwar nicht so atemberaubend, aber doch irgendwie interessant, vor allem wenn es immer mehr in den Regenwald reinging und vom großen Fluss in kleinere Flüsse abging!
Wir fuhren an einigen Dörfern vorbei und an anderen Lodges, bis wir an unsere ankamen! Die letzte von allen und wirklich sehr weit weg gelegen, perfekt also um den Regenwald in den nächsten 5 Tagen ein wenig zu erkunden :)
Wir bekamen unser Zimmer (sogar mit eigenem Bad) und ruhten uns kurz aus, bevor es auch schon lecker Mittag gab. Dazu: Ich habe selten so viel gegessen, aber auch so lecker!! Der Wahnsinn :)
An diesem Tag gab es den "Katzenfisch" oder Dorade, mit Reis und Kochbananen und komischen "Spaghetti", was irgendetwas von einem Baum war, aber eben aussah wie Nudeln ;)
Es war viel und es war verdammt verdammt köstlich :)
Das Highlight kam eigentlich noch, denn wir waren die ersten 2 Tage komplett alleine in der Lodge, es war so ruhig und wir haben auch die Tour ganz alleine gemacht! Einfach ein Traum.
An diesem Nachmittag fuhren wir mit dem Boot los, und machten uns auf die Suche nach Tieren flussaufwärts. Nach unserer Lodge kam wirklich nichts mehr, nur noch Bäume :)
Die Geräusche waren unheimlich beeindruckend, alles war so ruhig und man schaute nur hinauf zu den Bäumen und in den Himmel :)
Wir sahen an dem Tag ein Faultier und 3 vom Aussterben bedrohte Papageien! Wow!
Dazu: Das Faultier ist der langsamste Primat der Welt und wenn die schwanger sind suchen sie den höchsten Baum, werfen sich auf den Bauch von dort oben und gebähren so ihr Kind. Und bei den Papageien ist es so, dass sie sich für ihr ganzes Leben nur einen Partner suchen und wenn dieser stirbt, hören sie auf zu essen und zu fliegen und sterben kurz darauf auch.
Als wir zur Lodge kamen waren überall Petroleumlampen aufgestellt und die Lodge und unser Zimmer wurden in ein warmes orangenes Licht getaucht. Es war soo wunderbar romantisch. Generell war ich glaub ich selten an einem so schönen Ort.
Direkt am Fluss und ganz alleine. Wir gingen zum Abendessen, tranken Tee und leckeren Saft und genossen einfach nur die Ruhe, ich kann das nicht beschreiben, wie schön das war :)
Eine Sache: Wir haben leider nicht so viele Bilder von der Tour, da wir zwar 2 Akkus hatten, aber meine Kamera den Strom irgendwie zieht, auch wenn sie aus ist, deshalb ging der Akku sehr schnell leer. Und wir hatten ja keinen Strom, aber das Wichtigste der 5 Tage wurde festgehalten :)
| Immer weiter in den Regenwald |
| Das Bad! Natürlich nur kaltes Wasser, direkt aus dem Fluss ;) |
| Die Lodge :) |
| Faultier |
| Und Papageien |
Am nächsten Tag gingen wir auf Entdeckungstour, zu Fuß, also Gummistiefel an und losgelaufen!
Wir haben sooo viele Tiere und Bäume gesehen, dass ich gar nicht alles aufschreiben kann, das artet hier eh schon alles wieder aus ;)
Bäume, die gegen Rheuma und Hepatitis A und Nierenprobleme helfen, Bäume die man zum Kämpfen benutzt oder zum Kommunizieren, Kautschuk und Kleberbäume, Parasitenbäume, die andere Bäume quasi töten, Viagrabäume und Bäume, an die man zur Strafe angebunden wird und dann von Tieren befallen wird.
Spinnen, Käfer, Ameisenhaufen die so groß sind wie ein Zimmer, Äffchen (!!), Raupen, Termiten die als Mückenschutz dienen und und und..
Am Nachmittag gingen wir dann Delphine schauen! Und wir hatten Glück und sahen ziemlich viele, sogar den rosanen Delphin, den es nur hier gibt, im Fluss. Und dann auch noch die "typischen" Delphine, die es auch im Meer gibt. Allerdings sind die soo schnell, dass ich kein Foto hab.
Danach fuhren wir ins Dorf, um ein wenig zu schauen, wie die Einheimischen leben und dort nahmen wir noch 2 Faultierbabys auf den Arm. Die sind ja so niedlich :))
Danach, im Dunkeln, wollten wir Caimane jagen, das sind kleine Krokodile die noch von den Dinosauriern abstammen! Und wir haben einen gefangen, wenn auch nur einen kleinen ;)
| Auf gehts :) |
| Ein Faultierbaby |
| Und ein noch kleineres :) |
| Das Dorf |
| Caimane fangen |
An diesem Abend sah ich auch den allerschönsten Sternenhimmel, schon mitzuhalten mit dem am Titicacasee ;). Atemberaubend :)
Am nächsten Tag stand etwas ziemlich cooles auf dem Plan: Piranhas angeln (und anschließend essen). Es hat richtig Spaß gemacht und war auch gar nicht so schwer, obwohl ich sie anscheinend doch lieber fütterte als zu fangen ;)
Wir hatten am Ende sechs und zwei davon waren recht groß. Die aßen wir dann auch, allerdings ist an Piranhas nicht viel dran und so lecker fand ich sie auch nicht ;)
Danach ging es nochmal ins Dorf, weil wir uns die größtern Blätter der Welt, Lotus, anschauen wollten. Leider konnten wir das nicht, da es durch den Regen (denn ja, auch da regnete es die ersten Tage nur) ein wenig überschwemmt war und wir nicht zu den Blättern hin konnten. Abends stand dann die Nachtwanderung an! Mit Taschenlampen ausgestattet machten wir uns auf in den Urwald, total cool :)
Wir sahen eine Riesenkröte und die größte Ameise der Welt, die einen lähmen kann. Leider sahen wir keine Skorpione, aber dafür wurden wir 2 Metern von unserem Schalfsaal in der Lodge von einer Tarantula überrascht ;) Auch nett, auf jeden Fall ziemlich beeindruckend das Tier.
In der Nacht fand ich es am Tollsten als wir mitten im Wald einfach die Taschenlampen ausmachten und zuhörten. Man sah die Hand vor Augen nicht, nur oben über den Köpfen ein Stück des dunklen Himmels und dann all die Geräusche des Regendwaldes. Ich spürte Max neben mir und es war einfach perfekt :)
| Wir angeln Piranhas |
| Unsere Beute :) |
| Wow! |
| Tarantula! |
Wir holten uns außerdem eine Frucht, aus dessen Fruchtfleisch man Saft pressen und dann als Tattoofarbe benutzen kann, die ca. 10-15 Tage hält. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen ;)
Nach dem Mittag ging es dann also ans Tattoos machen und danach nochmal ins Dorf. Dort sahen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang :) Delphine haben wir an dem Tag auch nochmal gesehen!
| Sonnenuntergang :) |
| Die Tattoos ;) |
In Iquitos kamen wir spät an, weshalb wir abends nur noch kurz ins Zentrum gingen, lecker Churros aßen und dann ab ins Bett gingen. Am nächsten Tag startete nämlich schon der Flieger Richtung Lima!
Samstag in Lima angekommen, packten wir ein wenig aus und machten uns dann auf den Weg zu den Inka-Märkten, um ein wenig einzukaufen. Gott sei Dank konnte ich dem Kaufrausch (noch) widerstehen und lies Max nur kaufen ;) Danach aßen wir noch etwas leckeres und abends luden wir Laura und Jana ein und machten alle zusammen Pfannkuchen! Es war ein Festessen :) Ein toller Abschluss unserer Reise, denn Sonntag hieß es für Max und mich dann auch schon Abschied nehmen!
Oder auch nicht. Zu Hause angekommen, nach einem etwas traurigem Abschied, klingelte das Handy und Max hatte tatsächlich seinen Flug verpasst, und das bei so deutscher Pünktlichkeit.
Den Tag verbrachten wir dann damit mit etlichen Leuten zu sprechen, rumzutelefonieren und 9283 Mal zum Flughafen und wieder zurück zu fahren! Es war anstrengend und nervenaufreibend, aber im Endeffekt haben wir es geschafft, den Flug um 2 Tage zu verschieben.
Als wir dann abends gemütlich bei einem Film und leckerer selbstgemachter Pizza auf der Couch saßen konnten wir auch schon drüber lachen und uns denke "Könnte doch wirklich schlimmer kommen" ;)
Den Montag begonnen wir dann mit Ausschlafen und einem Skypegespräch mit Mama! Danach fuhren wir nach "La Punta" und zwar bei strahlendem Sonnenschein (der Winter hier ist nicht zu toppen♥) und genossen das Meer. Wir aßen etwas leckeres und machten uns auch schon wieder auf den Weg nach Hause. Der Tag ging viel zu schnell rum. Abends wurde noch typisch peruanisch gekocht, gequatscht und gelacht :)
| Pfannkuchen :) |
| Die Küste Limas, einfach unendlich! |
| ♥ |
| La Punta :) |
Und heute war es dann doch so weit. Abschied. Der dieses Mal allerdings viel leichter von der Bühne ging als vor 2 Tagen, seltsam, aber vielleicht gewöhnt man sich auch dran und wird irgendwann Profi im Abschied nehmen ;) Außerdem sind es nur noch 4 Wochen, heute auf den Tag genau, wenn ich in den Flieger Richtung Heimat steige. Ihr könnt euch vorstellen, da herrscht ein wenig Chaos in meinem Köpfchen.
Noch ist alles sehr weit weg, morgen zu arbeiten erscheint mir nach diesen 2 Wochen total absurd, aber ich freue mich auf die Mädels!
Und dann frage ich mich immer wieder "Wo sind die 11 Monate hin?" und wieso fühlen sich 4 Wochen so kurz an, als müsste ich morgen schon anfangen zu packen?
Erstaunlich. Und dabei habe ich doch noch so viel vor.
Ich freue mich sehr auf zu Hause, aber man merkt auch, dass das Gefühl von Abschied ganz stark in der Luft liegt..
Nunja, genug geschrieben, hier habt ihr erst mal viel zu lesen über meine 2 wirklich unglaublichen Wochen!
Danke an Max, du hast sie mehr als perfekt gemacht :)♥
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