Lima

Lima

Mittwoch, 25. Juli 2012

Der Himmel auf Erden..

Wo fängt man an?
2 Wochen zu beschreiben, in denen man mehr erlebt hat, als man sich je hätte vorstellen können machen es mir wirklich nicht leicht einen Anfang zu finden. Wie eigentlich nach jedem Urlaub, den ich versuche in einen Blogeintrag zu fassen. Dass allerdings dieses Mal noch so viele Gefühle und Emotionen dahintersteckten, macht es umso schwieriger die richtigen Worte zu finden.
Nach 10 1/2 Monaten warten, nach einer nächtlichen Fahrt zum Flughafen, nach zittern, auf einem Bein rumtreten und einer Stunde an diesem verdammten "Hier-kommen-alle-Leute-an"-Bereich zu verharren, war es so weit. Man stand sich gegenüber. Und es ging alles so schnell und zackig und in der Luft hing dieses "Ist das jetzt wirklich wahr?" Man sieht sich an und kann nicht glauben, dass dieser Moment wirklich da ist, in dem man sich wieder ansehen kann und umarmen kann und einfach so reden kann, ohne einen Bildschirm dazwischen. Die nächtliche Ruhe (soll in Lima doch auch vorkommen..) legte eine Stille auf die Situation und schaffte viel Platz nur für uns Beide. Es war wie etwas, was nachts eben geschieht: Ein Traum.
Ich will nicht drumherum schweifen. Es war einfach wunderschön :) Es war vertraut und neu zugleich, es war aufregend und doch so beruhigend, es war einfach alles in einem.
Am nächsten Tag, im Tageslicht, sollte der Schimmer allerdings nicht verfliegen! Er blieb, das Besondere blieb und sollte es auch die nächsten 2 Wochen :) Wie ein kleines Wunder, wie alles so sehr normal sein kann! Ich war selten so froh und glücklich über etwas, das könnt ihr mir glauben. Ps. Entschuldigt an dieser Stelle den Kitsch, damit müsst ihr in diesem Bericht kurz auskommen ;)
Am ersten Tag stand natürlich Lima an! Ein wenig meine schöne Stadt erkunden und die chicas im casa besuchen!
Es war ein gelungener Tag, mit ausreichender Fotosession im casa. Die Mädels waren natürlich alle hin und weg ;) Danach sind wir ins Larcomar gefahren, das riesige (sehr europäische) Einkaufszentrum im Freien am Meer. Danach ging es bummeln ins Stadtzentrum, um abends in der Dämmerung auf einen Aussichtsberg zu fahren! Es war einfach atemberaubend! Ja, Lima ist groß, aber von dort oben wird einem die Dimension erst mal ein wenig bewusst. Man dreht sich einmal um die eigene Achse, und in allen Himmelsrichtungen sieht man nur eins: Lichter, Stadt, Straßen, ohne Ende. Wirklich sehr beeindruckend!


Sania und Perla


Maira

Danitza

Maria

Die Kathedrale


Lima!





Einfach unbeschreiblich! :)


Am nächsten Tag haben wir uns nach dem Ausschlafen überlegt in den Zoo zu gehen, quasi alte Tradition ;) Max und ich und ganz Lima hatten einfach unfassbar Glück mit dem Wetter. Dieses Jahr will der Winter nämlich nicht wirklich auftauchen und wir hatten unheimlich tollen Sonnenschein und T-Shirt-Wetter! Besser ging es nicht! Nach einem leckeren Mittagessen (dazu: Max mag die peruanische Küche, worauf sie wirklich stolz sein kann! Wobei, so schwer ist es ihr noch nie gefallen, Menschen zu begeistern ;)) ging es nach Hause und ans Packen, denn am Abend startete unser Flug Richtung Tarapoto im Regenwald!

Alpakas, Lamas, Vicuñas



Mini-Schildkröten



Der peruanische Nationalvogel



Die 2 waren goldig :)



Der Flug nach Tarapoto verlief reibungslos und ließ uns nur in einigen Moment Zeit ein wenig zu begreifen, was wir hier eigentlich vor uns haben. Nach all dem Wiedersehen und dem Schnelldurchlauf durch diese schier unendliche Stadt ging es auch schon weiter in den Regenwald?! Wow! Einfach unglaublich!
Am Abend suchten wir uns ein Hostel und wollten am nächsten Tag nach Yurimaguas weiterfahren, eine Hafenstadt von der aus uns ein Bootsabenteuer den Amazonas hinauf Richtung Iquitos (Die Hauptstadt des Regenwaldes quasi) erwarten sollte.
Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Busterminal, allerdings fuhr der Kleinbus erst gegen 11, weshalb wir noch Zeit hatten ein wenig in der Stadt rumzuschlendern. Wie in allen Städten des Regenwaldes fahren nirgendwo Autos, sondern nur Mototaxis, immer wieder ein schöne Anblick.
Die Stadt gefiel mir ganz gut, vor allem der Markt. Zu den Märkten muss ich allerdings generell sagen, dass sie eine Sache sind, die ich an Peru unheimlich vermissen werde. Da ist einfach das pure Leben. Es ist immer wieder interessant an den Ständen vorbeizugehen, die Leute reden zu hören und zu sehen, was man nicht so alles auf der Straße kaufen kann. Es hat unheimlichen Flair!
Danach ging es dann ca. 3 Stunden nach Yurimaguas, in Schlangenlinien! Aber immerhin wurde die Straße neu ausgebaut und die Fahrt war erträglich :)
Dort wurde uns gesagt, dass am gleichen Tag leider keins der Boote mehr ablegen würde, weshalb wir uns ein Hostel suchten und den Tag damit verbrachten einige Erledigungen zu machen!
Zum Beispiel Hängematten und Tupperdosen kaufen für das Boot, wie aufregend! :)
Yurimaguas ist eine kleine Hafenstadt, die mir auf Anhieb sehr gut gefallen hat! Es ist sehr ruhig und klein, die Menschen kennen sich und es ist direkt am Wasser. Und der Regenwaldflair ist deutlich zu spüren, wo auch immer er sich da genau versteckt ;)
Beim Eis essen in der Dämmerung auf der Plaza de Armas, wurden wir auch gleich 3 Mal angesprochen von Peruanern, die es toll finden, dass Ausländer ihr Land besuchen! Ich bin selten auf so nette Menschen gestoßen! :) Es war wirklich nett sich mit denen zu unterhalten!

Tarapoto


Ein Teil des Marktes!

Aussicht aus dem Hostel :)

Yurimaguas

Weg zum Hostel

:)


Am nächsten Morgen sollte das Boot entweder um 9, oder um 12 ablegen, niemand wusste es so genau. Wir verließen den Hafen glaube ich gegen halb 2, aber wir sind ja auch in Peru.
Ich habe mir die Unpünktlichkeit nie angewöhnt und deshalb waren wir natürlich um halb neun auf dem Schiff. Unsere Hängematten hatten wir einen Tag vorher schon aufgehangen und somit einen guten Platz :)
Das Boot namens "Eduardo" war wirklich eines der besten. Ich habe wirklich eindeutig schlimmeres Geschichten gehört und man konnte wirklich nicht meckern!
Es gab 2 Passagierdecks mit Hängemattenplätzen und noch ein paar Kabinen und natürlich viel Platz für all die Waren, die Leute nach Iquitos oder Nauta (eine Zwischenstation) transportierten!
Iquitos ist eine der wenigen Städte des Urwaldes, die ausschließlich (!!) über den Luft- und Wasserweg zu erreichen ist. Luftweg ist verdammt teuer, weshalb man auf dem Boot sehr viele Einheimische trifft, mit denen man sich austauschen kann. Reisende trifft man nicht allzu viele, diejenigen, die dort sind, wollten sich das Abenteuer der Bootsreise eben nicht entgehen lassen! Aber es ist wohl nicht jedermanns Sache ;)
Wir waren insgesamt 2 Nächte auf dem Boot und 3 Tage unterwegs! Hauptaufgabe: Nichtstun und sich die Zeit irgendwie vertreiben! Max und ich haben hauptsächlich gelesen. Es war sehr angenehm auf dem Schiff, keine Hektik, man hat viele Sachen gesehen, die auf dem ersten Blick nicht ins Auge fallen, z.B. all die Papageien zwischen den Hängematten oder all die alten Leute, die so unheimlich fit aussehen.
Nichts gegen unsere Großeltern-Generation, aber die kann man sich auf so einem Boot um Gottes Willen nicht vorstellen. Oder sagen wir: Die Mehrheit ;)
Wir genossen also all die Zeit, die wir nach so langer Trennung für uns hatten und konnten einfach den ganzen Tag reden und lesen und uns austauschen und die Aussicht genießen. Schließlich schipperten wir über den Amazonas, an einigen Tagen war das doch alles sehr sehr unwirklich.. ;) Auch wenn die Aussicht so gut wie immer gleich blieb, musste man sich manchmal die Realität vor Augen führen, indem man sich sagt "Hey, wir liegen hier, du und ich, in unseren Hängematten, die Sonne strahlt, es ist warm und wir schippern über dem Amazonas, um im Regenwald Perus bald eine Dschungeltour zu starten" Klingt selbst beim Aussprechen immer noch sehr unwirklich. Aber wir freuten uns einfach :)
Noch was anderes: Essen gab es immer um halb sieben, halb zwölf und halb sechs, zumindest soweit ich mich erinnern. Es gab Haferbrei mit Brot zum Frühstück, Reis mit Hühnchen zum Mittags und das gleiche eigentlich auch zum Abendessen. Nicht sehr abwechslungsreich, nicht seeehr lecker, aber immerhin. Max und ich fasteten in diesen Tagen auch quasi und teilten uns alles, da unser Magen uns ein wenig Probleme bereitete.
Am nächsten Tag machten wir dann morgens einen Halt in Nauta, einer kleinen Stadt, von der aus man auch mit dem Auto nach Iquitos fahren kann. Wir wählten aber anstatt 2 Stunden Auto, die 8-stündige Bootsfahrt ;)

Der Hafen


Hängematten!


Unser Hostel von außen.. :D



Die wirklich tollsten Sonnenuntergänge..

:)

Dörfer am Fluss


Und Besuch auf dem Schiff, einen Affen gab es auch ;)


Nauta!

Sanitäre Anlagen ;)

Und die Klo-Dusch-Kombi, findet man hier oft.

:)


Ankunft Iquitos

Regenwald :)

Das Boot war nach diesem Halt auch wirklich sehr leer, da ziemlich viele Menschen ausgestiegen sind.
Gegen Nachmittag kamen wir dann in Iquitos an und fuhren vom Hafen direkt zum Hostel, welches ich vorher schon gebucht hatte. Die Besitzerin war sehr nett und das Hostel auch sehr sauber und süß!
An dem Tag schauten wir uns die Plaza de Armas an und aßen zu Abend, um dann sehr müde ins Bett zu fallen. Und das nachdem man doch eigentlich 3 Tage nichts getan hat ;)
Iquitos wird von vielen als hässliche Stadt bezeichnet, ich finde sie allerdings gar nicht so schlimm. Zwar gibt es schönere Städte, aber sie hat doch ihren Urwaldflair :)
Am nächsten Tag wollten wir zum "Mercado Belén", ein sehr berühmter und großer Markt in Iquitos, auf dem man wohl am ehesten "das wahre Leben" kennen lernt. Klar, ist ja auch ein Markt, der beste Platz für das wahre Leben, deshalb liebe ich sie auch so! Wir hatten leider nicht so richtig Glück mit dem Wetter, zwar war es warm, aber es hatte geregnet und deshalb war der Markt mit einer Schlammschicht überdeckt und meine Beine nach wenigen Minuten auch.
Zu dem Markt: Er befindet sich in einer Gegend Iquitos', die eher ärmlich ist, was man auch sehr schnell merkt. Und ich war trotzdem selten so beeindruckt von etwas. Dieser Markt ist einfach unübertrefflich.
So riesig, dass man nach 2 Minuten nicht mehr weiß, so links und rechts ist und einfach irgendwo hingeht, um etwas Neues zu sehen. Es gab einfach alles! Ich glaube auch wir haben im Endeffekt viel zu wenig von dem gesehen, was es da so alles gab!
Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürze, Hygieneartikel, Suppen, Brot- und Backwaren... und und und. Man wusste gar nicht, wo man hinschauen sollte. Die Leute aßen ihr Frühstück an all den Ständen, zwischen denen man sich durchschlengelte. Hängende Hühner, sämtliche Innereien sämtlicher Tiere auf den Tischen ausgebreitet. Schlafende Menschen zwischen all dem Chaos, eins neben dem Anderen. Wir gönnten uns ein Stück frischer Wassermelone und liefen durch die Fleischhalle (Max: "Wie kannst du deine Wassermelone hier so einfach essen?") Ein wenig gewöhnt man sich eben doch an all das Makabere ;)
Es war wunderbar, es gefiel mir einfach auf Anhieb. Ich habe in all dem Trubel meine Kamera nicht herausgeholt, weil es mir etwas zu gefährlich schien, aber auch irgendwie unangebracht. Aber eigentlich ist es egal, denn vor allem bei solchen Sachen reichen weder Worte, noch Bilder nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben. Da muss man schon selbst hier hin kommen! Anders geht es einfach nicht.
Danach wollten wir zu einer Lagune mit Tierpark (Quistococha) fahren, also setzten wir uns in einen Bus. Auch eine durchaus einmalige Erfahrung, die Busse hier sind nämlich quasi gänzlich aus Holz (in Lima ja dann doch nicht mehr.. :D) und da es nach wenigen Minuten anfing in Strömen (ja, STRÖMEN) zu regnen, kamen wir in den Genuss der Fenstertechnik. Ich dachte eigentlich, dass gar keine Fenster existieren, aber doch: Es gibt eine Klappe, aus der man das Fenster rauszieht, die Klappe wieder schließt und das Fenster daraufsetzt quasi. Sehr witzig, sehr originell, aber leider auch nicht sehr wasserdicht ;)
An der Lagune angekommen wurde wir auf 20 Metern klitschnass, aber Max und ich sind Fans von Regen und vom warmen erst recht :)
Erst gingen wir durch den Tierpark, den es dort gab und schauten uns ein paar Tiere an. Nachdem ich aber in Peru schon einige Zoos gesehen habe, bin ich immer mehr abgeneigt in weitere zu gehen. Der in Lima ist ok, aber wenn es um kleinere Tierparks geht, dann ist das alles wirklich nicht mehr schön anzuschauen..
Danach wartete die Lagune auf uns, und obwohl alles nass war und der Geruch von Regen noch in der Luft lag, kam das Gefühl von Sommer auf. Strand, Palmen, Volleyballnetz, Früchte und das Wasser, oh Gott, ich habe noch nie soooo warmes Wasser gespürt, von wegen Mittelmeer ;) Wir saßen und in ein Restaurant, tranken etwas und unterhielten uns, es war ein wirklich schöner Nachmittag!
Nach dem Heimweg aßen wir Mittag und gingen ins Hostal, um unsere Sachen ein wenig zu packen, da es am nächsten Tag schon los zu unserer Dschungeltour gehen sollte! 5 Tage in einer Lodge, yes :)
Am Abend schlenderten wir noch über die Plaza, aßen Eis und genossen den Abend!
Die Lagune



:)



Iquitos!

Um 6 Uhr am Montag hieß es dann auch schon "Aufstehen!"
Und los ging es erst im Taxi mit Rosa, der Besitzerin des Hostels und Heine (Ich gehe davon aus man schreibt ihn so), unserem Guide, nach Nauta. Nach ca. 2 Stunden Fahrt nahmen wir von dort aus ein kleines Boot, mit dem es nochmal ca. 2 Stunden dauern sollte, bis wir an der Lodge ankamen.
Die Fahrt war zwar nicht so atemberaubend, aber doch irgendwie interessant, vor allem wenn es immer mehr in den Regenwald reinging und vom großen Fluss in kleinere Flüsse abging!
Wir fuhren an einigen Dörfern vorbei und an anderen Lodges, bis wir an unsere ankamen! Die letzte von allen und wirklich sehr weit weg gelegen, perfekt also um den Regenwald in den nächsten 5 Tagen ein wenig zu erkunden :)
Wir bekamen unser Zimmer (sogar mit eigenem Bad) und ruhten uns kurz aus, bevor es auch schon lecker Mittag gab. Dazu: Ich habe selten so viel gegessen, aber auch so lecker!! Der Wahnsinn :)
An diesem Tag gab es den "Katzenfisch" oder Dorade, mit Reis und Kochbananen und komischen "Spaghetti", was irgendetwas von einem Baum war, aber eben aussah wie Nudeln ;)
Es war viel und es war verdammt verdammt köstlich :)
Das Highlight kam eigentlich noch, denn wir waren die ersten 2 Tage komplett alleine in der Lodge, es war so ruhig und wir haben auch die Tour ganz alleine gemacht! Einfach ein Traum.
An diesem Nachmittag fuhren wir mit dem Boot los, und machten uns auf die Suche nach Tieren flussaufwärts. Nach unserer Lodge kam wirklich nichts mehr, nur noch Bäume :)
Die Geräusche waren unheimlich beeindruckend, alles war so ruhig und man schaute nur hinauf zu den Bäumen und in den Himmel :)
Wir sahen an dem Tag ein Faultier und 3 vom Aussterben bedrohte Papageien! Wow!
Dazu: Das Faultier ist der langsamste Primat der Welt und wenn die schwanger sind suchen sie den höchsten Baum, werfen sich auf den Bauch von dort oben und gebähren so ihr Kind. Und bei den Papageien ist es so, dass sie sich für ihr ganzes Leben nur einen Partner suchen und wenn dieser stirbt, hören sie auf zu essen und zu fliegen und sterben kurz darauf auch.
Als wir zur Lodge kamen waren überall Petroleumlampen aufgestellt und die Lodge und unser Zimmer wurden in ein warmes orangenes Licht getaucht. Es war soo wunderbar romantisch. Generell war ich glaub ich selten an einem so schönen Ort.
Direkt am Fluss und ganz alleine. Wir gingen zum Abendessen, tranken Tee und leckeren Saft und genossen einfach nur die Ruhe, ich kann das nicht beschreiben, wie schön das war :)
Eine Sache: Wir haben leider nicht so viele Bilder von der Tour, da wir zwar 2 Akkus hatten, aber meine Kamera den Strom irgendwie zieht, auch wenn sie aus ist, deshalb ging der Akku sehr schnell leer. Und wir hatten ja keinen Strom, aber das Wichtigste der 5 Tage wurde festgehalten :)

Immer weiter in den Regenwald 

Das Bad! Natürlich nur kaltes Wasser, direkt aus dem Fluss ;)



Die Lodge :)




Faultier

Und Papageien


Leider habe ich kein Bild von der Lodge im Dunkeln.. :(
Am nächsten Tag gingen wir auf Entdeckungstour, zu Fuß, also Gummistiefel an und losgelaufen!
Wir haben sooo viele Tiere und Bäume gesehen, dass ich gar nicht alles aufschreiben kann, das artet hier eh schon alles wieder aus ;)
Bäume, die gegen Rheuma und Hepatitis A und Nierenprobleme helfen, Bäume die man zum Kämpfen benutzt oder zum Kommunizieren, Kautschuk und Kleberbäume, Parasitenbäume, die andere Bäume quasi töten, Viagrabäume und Bäume, an die man zur Strafe angebunden wird und dann von Tieren befallen wird.
Spinnen, Käfer, Ameisenhaufen die so groß sind wie ein Zimmer, Äffchen (!!), Raupen, Termiten die als Mückenschutz dienen und und und..
Am Nachmittag gingen wir dann Delphine schauen! Und wir hatten Glück und sahen ziemlich viele, sogar den rosanen Delphin, den es nur hier gibt, im Fluss. Und dann auch noch die "typischen" Delphine, die es auch im Meer gibt. Allerdings sind die soo schnell, dass ich kein Foto hab.
Danach fuhren wir ins Dorf, um ein wenig zu schauen, wie die Einheimischen leben und dort nahmen wir noch 2 Faultierbabys auf den Arm. Die sind ja so niedlich :))
Danach, im Dunkeln, wollten wir Caimane jagen, das sind kleine Krokodile die noch von den Dinosauriern abstammen! Und wir haben einen gefangen, wenn auch nur einen kleinen ;)

Auf gehts :)


Ein Faultierbaby


Und ein noch kleineres :)


Das Dorf


Caimane fangen




An diesem Abend sah ich auch den allerschönsten Sternenhimmel, schon mitzuhalten mit dem am Titicacasee ;). Atemberaubend :)
Am nächsten Tag stand etwas ziemlich cooles auf dem Plan: Piranhas angeln (und anschließend essen). Es hat richtig Spaß gemacht und war auch gar nicht so schwer, obwohl ich sie anscheinend doch lieber fütterte als zu fangen ;)
Wir hatten am Ende sechs und zwei davon waren recht groß. Die aßen wir dann auch, allerdings ist an Piranhas nicht viel dran und so lecker fand ich sie auch nicht ;)
Danach ging es nochmal ins Dorf, weil wir uns die größtern Blätter der Welt, Lotus, anschauen wollten. Leider konnten wir das nicht, da es durch den Regen (denn ja, auch da regnete es die ersten Tage nur) ein wenig überschwemmt war und wir nicht zu den Blättern hin konnten. Abends stand dann die Nachtwanderung an! Mit Taschenlampen ausgestattet machten wir uns auf in den Urwald, total cool :)
Wir sahen eine Riesenkröte und die größte Ameise der Welt, die einen lähmen kann. Leider sahen wir keine Skorpione, aber dafür wurden wir 2 Metern von unserem Schalfsaal in der Lodge von einer Tarantula überrascht ;) Auch nett, auf jeden Fall ziemlich beeindruckend das Tier.
In der Nacht fand ich es am Tollsten als wir mitten im Wald einfach die Taschenlampen ausmachten und zuhörten. Man sah die Hand vor Augen nicht, nur oben über den Köpfen ein Stück des dunklen Himmels und dann all die Geräusche des Regendwaldes. Ich spürte Max neben mir und es war einfach perfekt :)

Wir angeln Piranhas

Unsere Beute :)

Wow!

Tarantula!
Am nächsten Tag begaben wir uns auch wieder auf Wanderung, wir sahen ein paar neue Bäume, aber nicht mehr allzu viel. Es war trotzdem einfach toll durch den Regenwald zu stapfen!
Wir holten uns außerdem eine Frucht, aus dessen Fruchtfleisch man Saft pressen und dann als Tattoofarbe benutzen kann, die ca. 10-15 Tage hält. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen ;)
Nach dem Mittag ging es dann also ans Tattoos machen und danach nochmal ins Dorf. Dort sahen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang :) Delphine haben wir an dem Tag auch nochmal gesehen!
Sonnenuntergang :)

Die Tattoos ;)
Und am nächsten Tag ging es dann nach einer Bootstour (um 6 Uhr in der Früh mit tollen Nebelschwaden über dem Fluss) und Mittagessen auch schon wieder zurück Richtung Iquitos! So schnell waren 5 Tage vergangen! Wir haben einiges erlebt, gesehen und erzählt bekommen und hatten wirklich tolle, romantische und ruhige 5 Tage! Es war wunderbar :)
In Iquitos kamen wir spät an, weshalb wir abends nur noch kurz ins Zentrum gingen, lecker Churros aßen und dann ab ins Bett gingen. Am nächsten Tag startete nämlich schon der Flieger Richtung Lima!
Samstag in Lima angekommen, packten wir ein wenig aus und machten uns dann auf den Weg zu den Inka-Märkten, um ein wenig einzukaufen. Gott sei Dank konnte ich dem Kaufrausch (noch) widerstehen und lies Max nur kaufen ;) Danach aßen wir noch etwas leckeres und abends luden wir Laura und Jana ein und machten alle zusammen Pfannkuchen! Es war ein Festessen :) Ein toller Abschluss unserer Reise, denn Sonntag hieß es für Max und mich dann auch schon Abschied nehmen!
Oder auch nicht. Zu Hause angekommen, nach einem etwas traurigem Abschied, klingelte das Handy und Max hatte tatsächlich seinen Flug verpasst, und das bei so deutscher Pünktlichkeit.
Den Tag verbrachten wir dann damit mit etlichen Leuten zu sprechen, rumzutelefonieren und 9283 Mal zum Flughafen und wieder zurück zu fahren! Es war anstrengend und nervenaufreibend, aber im Endeffekt haben wir es geschafft, den Flug um 2 Tage zu verschieben.
Als wir dann abends gemütlich bei einem Film und leckerer selbstgemachter Pizza auf der Couch saßen konnten wir auch schon drüber lachen und uns denke "Könnte doch wirklich schlimmer kommen" ;)
Den Montag begonnen wir dann mit Ausschlafen und einem Skypegespräch mit Mama! Danach fuhren wir nach "La Punta" und zwar bei strahlendem Sonnenschein (der Winter hier ist nicht zu toppen♥) und genossen das Meer. Wir aßen etwas leckeres und machten uns auch schon wieder auf den Weg nach Hause. Der Tag ging viel zu schnell rum. Abends wurde noch typisch peruanisch gekocht, gequatscht und gelacht :)
Pfannkuchen :)





Die Küste Limas, einfach unendlich!


La Punta :)



Und heute war es dann doch so weit. Abschied. Der dieses Mal allerdings viel leichter von der Bühne ging als vor 2 Tagen, seltsam, aber vielleicht gewöhnt man sich auch dran und wird irgendwann Profi im Abschied nehmen ;) Außerdem sind es nur noch 4 Wochen, heute auf den Tag genau, wenn ich in den Flieger Richtung Heimat steige. Ihr könnt euch vorstellen, da herrscht ein wenig Chaos in meinem Köpfchen.
Noch ist alles sehr weit weg, morgen zu arbeiten erscheint mir nach diesen 2 Wochen total absurd, aber ich freue mich auf die Mädels!
Und dann frage ich mich immer wieder "Wo sind die 11 Monate hin?" und wieso fühlen sich 4 Wochen so kurz an, als müsste ich morgen schon anfangen zu packen?
Erstaunlich. Und dabei habe ich doch noch so viel vor.
Ich freue mich sehr auf zu Hause, aber man merkt auch, dass das Gefühl von Abschied ganz stark in der Luft liegt.. 
Nunja, genug geschrieben, hier habt ihr erst mal viel zu lesen über meine 2 wirklich unglaublichen Wochen!
Danke an Max, du hast sie mehr als perfekt gemacht :)♥










1 Kommentar:

  1. Liebe Jenny,
    das ist wohl der längste, aber auch schönste Bericht den ich je gelesen habe! Ihr habt so wahnsinnig viel erlebt in den zwei Wochen und so viele wunderschöne Momente gehabt.. :)! Das freut mich riesig für euch!
    Mir kam es teilweise so vor, als würde ich einen Roman lesen... Sehr herzerweichend :)!
    Liebe Grüße aus Australien :**

    AntwortenLöschen