Lima

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Sonntag, 17. Juni 2012

„Das ist ja wie Urlaub hier“ - Das Regenwaldprojekt


Bei diesem Blogeintrag fällt es mir besonders schwer einen Anfang zu finden. Aber ich dachte mir, der Reihe nach wäre vielleicht ganz nützlich ;) Ich hoffe auch, dass ich all die kleinen Details, die mir während der Reise so aufgefallen sind und die ich euch erzählen wollte, unterbekomme und nicht vergesse!
Also, am 04.06. ging es abends los, mit einem Schoko-Osterhasen-Riegel ausgestattet, nach Tingo María. 11 Stunden Fahrt, mitten in der Nacht, über die Anden, es war wahrhaftige in Traum. Obwohl wir „Betten“ gebucht hatten, habe ich kaum ein Auge zubekommen, hatte Probleme mit den Höhenunterschieden und war einfach froh morgens um halb sieben heil dort anzukommen ;)
Außerdem hatte ich gerade auf dieser Reise meine Oropax vergessen, was sich noch als großer Fehler herausstellen sollte!
Wir wurden von der Leiterin des Projekts abgeholt und zu der Familie gebracht, wo wir für die 10 Tage unterkommen sollten.
Kurze Beschreibung aus dem Internet:
„Tingo María - eine ruhige Stadt mit einem poetischen Namen. Auf den ersten Blick gibt es hier nicht viel, was einen Besuch rechtfertigen würde. "Bella Durmiente", Dornröschen, dieser Beiname bezieht sich auf die Bergformation bei Tingo María, in der die Einwohner die Silhouette einer schlafenden Frau zu erkennen glauben. Doch auch Tingo María selbst wird diesem Namen gerecht. Mit seinen knapp 55.000 Einwohnern ist das Städtchen ein guter Ausgangspunkt für Reisen ins Amazonastiefland - und eine prima Option für all jene, die nur einmal Regenwaldklima "schnuppern" wollen.“ (http://www.tripsbytips.de/reisefuehrer-artikel/tingo-maria-in-peru-das-tor-zum-regenwald/10305256.html)
Das ist Tingo María, ein kleines Städtchen, auch als „Tor zum Regenwald“ bezeichnet, da es den Übergang von Sierra (Gebirge) zur Selva (Regenwald) bildet.
Das Projekt und unsere Unterkunft befanden sich beide in „Castillo Grande“, einer Kommune 5 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Das war wie ein kleines Dorf, es gefiel mir auf Anhieb super. Es war morgens früh halb sieben, die Sonne schien, es war wunderbar warm und überall war alles grün. Es gab so gut wie keine gepflasterten Straßen, am Rand standen die Palmen, wir fuhren im Mototaxi (gibt’s noch Bilder von) und sahen Leute ihre Obstwaren verkaufen. Die Berge am Rand, grün von all den tropischen Bäumen waren verhangen von morgendlichem Nebel und es lag eine Frische in der Luft, die man sich in Lima nur wüschen kann! Endlich mal durchatmen :)
Die Familie bei der wir unterkamen war sehr nett und begrüßte uns herzlich, direkt mit Frühstück. Wir bekamen unser Zimmer zugeteilt. Es war groß mit 2 Betten, einem eigenen Bad, wenn auch ohne Tür, kaputter Klospülung und Wasserhahn und (natürlich) nur kaltem Wasser ;)



Danach setzten wir uns zum Frühstück, da wir uns einig waren eh nicht schlafen zu können.
Nachdem wir ausgepackt und uns ein wenig ausgeruht haben, besuchten wir die „Municipalidad“, das Rathaus würde man es vielleicht nennen und auch das Projekt, welches gleich nebendran war.
Ich würde euch gerne genau erklären, worin das Projekt besteht, aber ich muss euch enttäuschen und sagen, dass ich das selbst in 10 Tagen nicht ganz so herausgefunden habe :D
CEDRO arbeitet dort eben mit der Kommune dieses kleinen Dorfes zusammen, sie haben ein kleines Büro und eine Bibliothek, wo die Kinder ihre Hausaufgaben machen können. Es gibt auch Anschluss zum Internet, was dort nicht so häufig ist, damit die Kinder recherchieren können, falls sie etwas für die Schule brauchen.
Ich habe in den 10 Tagen ein Mal Kinder gesehen, die dort hinkamen. Aber gut. Sonst arbeitet CEDRO dort (anscheinend) viel in der Drogenprävention, da der Verkauf von Coca vor allem in Castillo Grande eine der Haupteinnahmequellen für viele Bewohner ist.
Es gibt außerdem Handarbeitsworkshops für die Mütter und andere Workshops, wovon ich allerdings nicht mitbekommen habe.
Wir setzten uns auf jeden Fall zusammen, um zu schauen, wie unser Arbeitsplan aussehen soll und was wir anbieten können. Es kamen dann so Sachen wie Englisch- und/oder Deutchunterricht, Gitarrenunterricht (Laura hatte ihre mit) oder gemeinsames Kochen zusammen.
Im Endeffekt setzte sich allerdings nur der Deutschunterricht durch, den wir dann 2 Mal am Tag, morgens um halb 10 und mittags um 4, anbieten sollten. Wir gingen dann also in die Schule dort und informierten alle Kids, dass es kostenlosen Deutschunterricht geben wird und luden sie dazu ein! Dann hieß es abwarten, ob alles so funktioniert ;)
Das "Büro"



Das sind die Mototaxis ;)



Dort haben wir gewohnt :)
Dann lernten wir noch den Bürgermeister kennen und der Rest des Tages verflog. Wir aßen lecker zu Mittag (wie jeden Tag, die Mama konnte echt gut kochen!!) und sind abends dann noch mit 2 Mitarbeiterinnen des Projekts nach Tingo María gefahren, um dort ein wenig das Zentrum kennenzulernen. Es ist wirklich ein kleines, süßes Städtchen, wo es nicht viel gibt, außer des Zentrums :D Ich fands super, vor allem weil dort alle nur mit Mototaxen und Mopeds rumfahren, das hat total den Flair :)
Nach einem kurzen Spaziergang sind wir dann auch abends relativ früh und todmüde ins Bett gefallen. Da kommen die fehlenden Oropax ins Spiel. Ich könnte mich dafür ohrfeigen. Das ganze Haus ist nämlich sehr hellhörig, außerdem gibt es im Regenwald ja auch viele Tiere, die dann auch gerne mitten in der Nacht Geräusche machen, und das nicht zu leise ;) Dann standen noch Bauarbeiten im ganzen Haus an, da sie eine zweite Etage dazu bauen. Alles in allem bedeutet das für mich – schlaflose Nächte, weshalb ich in den ersten 2 Tagen auch wie ein Zombi mit Gliederschmerzen und allem rumlief und schon Angst hatte eine Mücke hätte mir irgendwas übertragen. Aber nachdem ich dann die dritte Nacht mehr geschlafen hatten, ging das Gott sei Dank auch wieder weg :)
Am nächsten Morgen standen wir dann auf, duschten kalt (brr..) und machten uns auf dem Weg zum Projekt für die erste Deutschstunde.
Leider sollte sich herausstellen, dass keiner kam! Fängt ja gut an :D
Stattdessen zeigte uns der Polizist von nebenan auf seinem Laptop ein Projekt, welches die örtliche Polizei macht. Es war sehr interessant. Allerdings würde ich ausschweifen, würde ich jetzt mehr davon erzählen.
Was tun wir also, bis wir um 4 wieder Unterricht geben (hoffentlich..)?! Wir fahren in die Uni!
Dort zeigten uns die beiden jungen Mitarbeiterinnen, Margarita und Rina, den Zoo der Uni und das Museum. Der Zoo befand sich mitten im Wald, die Natur beeindruckte mich dabei auch eigentlich am meisten, denn die Tiere taten mir nur Leid. Sie hatten viel zu kleine Käfige und alles, kein schöner Anblick :( Rina erzählte, dass dort die Tiere sind, die Familien abgeben, weil sie sie nicht mehr versorgen können oder aus anderen Gründen.
Danach gingen wir noch ins Museum, wo man ganz viele ausgestopfte Tiere fand, und zwar wirklich viele! Von allem was man so im Dschungel finden kann! Das Museum ist eigentlich rein für Lernzwecke da und nicht zum Ansehen, deshalb bin ich bei einigen Sachen etwas erschrocken, zum Beispiel dem Fötus eines Menschenbabys, den ich da sah. Es waren sehr viele Föten ausgestellt und auch andere Sachen. Es war schon interessant, aber auch sehr merkwürdig, das da so eingelegt im Glas zu sehen. Der Typ erklärte uns, dass 85 % der Tiere die dort ausgestellt sind, nicht mehr in freier Wildbahn zu finden sind, was mich etwas schockierte. 85 % ist schon eine Menge..
Der Nationalvogel Perus





:)
Danach hatten wir noch etwas Zeit und fuhren zu einer „Höhle“ (Cueva de las Pavas), eine der Touristenattraktionen in Tingo. Es war ein netter Fluss dort mit einem Wanderweg, den wir dann entlanggingen. Die Natur ist einfach etwas, was einen so unfassbar fasziniert dort, und all die Geräusche, die man hört und in vielen Momenten dachte ich mir „Wow, du bist echt im Regenwald, wie hammer“ :)
Danach fuhren wir zurück und gaben unsere erste Deutschstunde, zwar mit relativ wenig Kids, aber es lief gut :)






Am nächsten Morgen kamen dann sogar 3 Jungs zu unserem morgendlichen Unterricht, also hatten wir Hoffnung, dass sich das dann vielleicht doch noch durchsetzt ;)
Danach fuhren wir zum Tourtistenbüro in Tingo, um uns zu informieren, welche Attraktionen in der Nähe sind, die man zwischen den Unterrichtsstunden machen kann. Wir bekamen einige Infos und nahmen uns vor, so viel es ging davon auch zu besichtigen, schließlich schien uns die Arbeit die nächsten 10 Tage nicht umzuhauen ;)
Um 4 stand dann wieder Unterricht an und danach halfen wir noch ein wenig für ein Plakat zu basteln.
Am 4ten Tag, Donnerstag, sollte die morgendliche „clase“ dann doch wieder ausfallen, was etwas ärgerlich war. Wir machten uns dann nach dem unnötigen Warten auf in die „Cueva de las Lechuzas“, die Eulenhöhle. Das ist die berühmteste Touristenattraktion in Tingo und liegt im Nationalpark Tingo Marías. Wir fuhren dort hin und gingen mit einem Führer los.
Wieder: Die Natur. Einfach der Hammer, das kann man leider auch nicht beschreiben. Es standen dann Hütten dort, wo man Wasser etc. kaufen konnte und ich trank zum ersten Mal Kokosnusssaft, direkt aus der Kokosnuss :)
Danach gingen wir in die Höhle, von denen es rund um Tingo sehr viele gibt. Und sie war rieeeeesig, echt unvorstellbar und so beeindruckend. Überall hörte man die Fledermäuse Geräusche machen, es war richtig laut dadrin. Die Tropfsteine erzählen jahrtausendealte Geschichten und es fühlte sich in dem Dunkel schon ein wenig geheimnisvoll an. Wir sahen Fledermäuse und machten ein paar Fotos. Danach führte uns der Kerl noch in eine Spinnenhöhle. Ich war gespannt, was uns erwartete, ich habe eigentlich nicht sooo große Angst vor Spinnen, aber als er dann diese eine da aus der Ritze holte, ging ich auch einen Schritt zurück :D
Die war riesig und dünn und irgendwie einfach ekelig. Aber wir haben immerhin ein Foto, whey :D
Außerdem habe ich abgesehen davon, keine Spinne in der freien Wildbahn gesehen, also keine Panik vor Monsterviechern. Vielleicht habe ich auch nur nicht genau hingeschaut, aber man braucht keine Angst haben, dass man da gefressen wird, sobald man den Wald betritt :)
Vor der Höhle



Ihh..




Kokosnusssaft



Der Guide



Danach haben wir dann noch beschlossen zu einem Wasserfall zu fahren. Nachdem uns das Mototaxi absetzte ging es dann noch ungefähr 15 Minuten Fußweg weiter, bis wir ankamen. Wisst ihr was das Tollste an all dem war? Es war nirgendwo niemand! Es war wunderbar, man war die ganze Zeit alleine unterwegs und wir hatten den Wasserfall an dem Nachmittags ganz für uns alleine! Es war sehr beeindrucken, das Wasser war klar und frisch und es war wunderschön sich einfach hinzusetzen und sich umzusehen, vor allem bei der Ruhe :)
Wir entspannten uns, machten Fotos und gingen dann die Strecke zu Fuß wieder zurück, um dann um 4 Uhr wieder Unterricht zu geben ;)
Abends machten wir (wie so oft) nicht viel und gingen relativ früh ins Bett!
Santa Carmen






Am nächsten Tag, Freitag, sollte eine „noche cultural“ (Kulturnacht) mit den Studenten der Uni stattfinden, für die wir morgens eine Powerpoint vorbereiteten, in der wir etwas über Deutschland erzählten. Es sollte sich um einen kulturellen Austausch handeln, eigentlich eine nette Sachen, allerdings wussten wir auch nicht genau, wie das ablaufen sollte und am Anfang wurde uns noch so Druck gemacht, wir sollten ja uuuuunbedingt ganz viel dafür vorbereiten. Aber wir sind in Peru, also mal ganz locker..
Die Powerpoint machten wir fertig und dann ging es auch wieder los auf Entdeckungstour. Wir wollten zu einem Aussichtspunkt, um die Stadt mal von oben zu sehen. Der erwies sich allerdings nicht als sooo besonders ;) Danach fuhren wir noch zu einer Schoko- und Kakaofabrik, da wir die besichtigen wollten, was sich allerdings als schwerer als gedacht herausstellte. Wir brauchten dafür ein Schreiben von dem und dem und mussten dafür da und da hin und obwohl wir das machten, haben wir es im Endeffekt in den 10 Tagen nicht mehr geschafft sie zu besuchen, sehr schade eigentlich.
Tingo María


Am Nachmittag ging es dann noch in die Schlangenfarm, eine Sache, die mir besonders gut gefiel. Sie befand sich quasi direkt hinter unserem Haus, wir bekamen eine Führung und bekamen einiges über die Schlange erzählt. Mit vielen haben wir Fotos gemacht, ich fand es richtig interessant! Eine tolle Erfahrung :)
Da es Freitagabend war, beschlossen wir auch uns mal das „Nachtleben“ Tingos anzusehen und gingen in eine Karaokebar und danach noch in eine Disko. Ich muss sagen, Lima hat an Partys wohl doch mehr anzubieten, aber es war ganz nett ;)
Der war sooo süß :)


Echt interessant!




Die grööößte Schlange :)







Karaokebar!
Achso, Moment, hatte ich nicht etwas von der Kulturnacht gesagt? Ja, hatte ich, aber nach vergeblichem Warten kamen die Studenten nicht, also wurde die auf Samstagabend verschoben, ich sag ja, wir sind in Peru! :D
Wochenende – Das heißt den ganzen Tag Zeit um die Gegend zu erkunden! :)
Am Samstag machten wir uns früh auf, um die „Laguna de los Milagros“ zu besuchen, eine Lagune, die sehr schön sein soll!
Auf zur Lagune!


Und da ist sie :)


Wunderschön :)




Wir kamen an und mussten uns erst mal auf den Weg nach oben durch den Wald machen! Ich hatte irgendwann schon Zweifel, dass wir richtig sind, wo soll denn hier eine Lagune sein? Aber dann kamen wir ums die Ecke und, violá, da war sie. Wunderschön, mit Bambushütten und Hängematten, Sonne, Ruhe und einem großen See in der Mitte. Was wünscht man sich mehr?
Wir gingen ein wenig um die Lagune herum und fanden eine Hütte, in der wir ganz alleine waren! Also hieß es Handtuch raus und ab ins Gras! Es war so ruhig und entspannend dort, das war wirklich unfassbar. Man hört nur Vögel, sah in den strahlend blauen Himmel, hörte Musik und dachte nach, ohne sich zu langweilen.
Irgendwann beschlossen wir uns nach Obst umzusehen und um etwas zu trinken. A propos trinken – ein Detail ;) Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Saft getrunken, es gab zu jedem Essen frischen Saft, und frisch heißt hier auch frisch! Orangensaft, Maracuyasaft, Papayasaft, Ananassaft.. was das Herz begehrt, mhm :)
Wir setzten uns in ein Restaurant, tranken etwas und beschlossen danach eine kleine Bootsrundfahrt über die Lagune zu machen. Wir schipperten ruhig daher, bestaunten die Natur und unterhielten uns über dieses Jahr. Wie viel wir doch erlebt haben, dass wir in etwas mehr als 2 Monaten nun schon zu Hause sind und auf was man sich freut und was man vermissen wird. Es war wirklich ein ruhiger, schöner Tag mit vielen Gedanken rund um alles :)
Abends stand dann ja die Kulturnacht an, also gingen wir pünktlich (was ein Fehler! Ich habe mich immer noch nicht dran gewöhnt) los und warteten. Leider war das „Büro“ zu, weshalb wir auch nicht kurz mal im Internet vorbeischauen konnten.
Es gab allerdings einen „Frisörsalon“ um die Ecke, der auch Maniküre anbot, weshalb ich aus Jux behauptete „Lass doch einfach dahin gehen“. Es war allerdings nur die Besitzerin da, und nicht ihre Angestellte für die Maniküre, aber sie bat uns direkt sich hinzusetzen und Fern zu schauen und unterhielt sich mit uns über alles und nichts. Das ist so eine besondere Sachen in Peru, vor allem in kleinen Gemeinden. Man wird eingeladen und unterhält sich eben dann einfach. Uns wurde noch Apfelsaft angeboten und natürlich beschlossen wir dann am nächsten Morgen zur Maniküre wiederzukommen ;) Echt unfassbar manchmal, dieses Land :)
Margarita kam dann, hatte allerdings keinen Schlüssel fürs Büro, also warteten wir weiter (haben wir ja nicht schon eine Stunde :D). Irgendwann wurde das Büro dann geöffnet und wir haben uns hingesetzt, um … zu warten :D
Und wer hätte es gedacht, die Studenten kamen nicht, haha, echt unfassbar. Laura und ich wussten auch nicht, ob wir uns ärgern oder einfach drüber lachen sollten. Im Endeffekt lachten wir, als gesagt wurde wir verschieben es einfach auf Montag. Jajajaja... Wir werden ja sehen ;)
Dann war auch schon Sonntag! Morgens gingen wir zum Nägelmachen (haha) und danach entschieden wir uns in die „piscina“ zu gehen (Schwimmbad). Es gab dort direkt um die Ecke ein Hotel, von dem man nur den Pool benutzen konnte. Es war echt richtig schön, wir zogen einige Bahnen und entspannten uns unter blauem Himmel und perfektem Sonnenschein mit Blick auf tropische Bäume! Ich fands super :)
Am Nachmittag wollten wir noch zu einem anderen Aussichtspunkt, der schöner sein soll, nur leider wurde der Weg dort hin anscheinend gesperrt und wir konnten nicht hoch.
Danach sind wir nach Tingo gefahren, waren kurz im Internetcafé und fuhren dann auch abends wieder nach Hause.
Läuft :)


Am Montag (eine Woche war schon um) gingen wir dann morgens erst ins Büro, um zu warten ob jemand zur clase kommt. Eigentlich hatten wir beschlossen gar nicht zu gehen, da wir wussten, dass eh niemand kommen würde, aber gut. Nach ner Stunde warten, beschlossen wir dann einen weiteren Wasserfall zu besuchen! Also fuhren wir mit dem Mototaxi los, ans andere Ende des Nationalparks. Dort wartete eine ca. 40-minütige Wanderung auf uns, die für mich zu eine der schönsten Erlebnisse der 10 Tage wurde. Nicht nur, dass wir dann noch mit einem atemberaubenden Wasserfall belohnt wurden, nein, aber die Natuuur. Wirklich, es lässt sich nicht beschreiben, dieses Feeling des Regenwaldes, man wandert dadurch, niemand sonst ist dort, nur du und die Natur, mit all ihrer Schönheit, es war wirklich unbeschreiblich schön :)
Ja und dann der Wasserfall! Das Wort des Tages war glaube ich „Wow!“ ;) Es war wirklich.. hammer! So ein wundervoller Wasserfall, und das Wasser war soo klar. Wir standen nur da und staunten und versuchten es irgendwie auf Fotos festzuhalten, aber ich muss euch sagen: Es ist in echt einfach viel viel viel schöner!
Ich begegnete an diesem Tag 100 Arten von Schmetterlingen in den verschiedensten Farben und Größen. Das Spiel von Licht und Schatten durch die Kronen der Bäume, die Flüsse, all die Pflanzen und dazu die tropische Hitze. Der Blick in den makellos blauen Himmel und an den Bergen hoch. Es war unfassbar, wirklich :) Etwas ganz Besonderes und Unvergessliches!

The Explorer ! :D



Woooow! :)



Der Eingang zum Nationalpark!









Am Abend stand dann ein 2-jähriger Geburtstag an, und das war DIE Party im Dorf! Deshalb (bestimmt nuuuur deshalb, und vielleicht weil die Studenten Examen hatten..) viel die Kulturnacht aus, whey! Einmal lachen, bitte :D
Auf jeden Fall gab es auf dem Geburtstag einen Clown, der dann so durch den Abend geführt hat und mit all den Kids Spiele gemacht hat. Leider gingen Laura und ich etwas gestört von diesem Geburtstag, da es nicht zu vergleichen ist mit Kuchen auspusten, Topfschlagen und basteln auf einem „normalen“ Kindergeburtstag, neeeein (Ok, was ist schon normal..).
Naja, auf jeden Fall haben die viele Spiele mit tanzen gemacht, aber Rolf Zukowski ist hier halt auch nicht. Stattdessen gab es viel Reggaeton, davon hab ich kurz schon mal berichtet, ich denke ich sollte demnächst mal einen Musikblogeintrag schreiben ;)
Auf jeden Fall tanzt man dazu sehr freizügig und mit sehr viel Bewegung.. Die Kinder hatten das anscheinend auch schon drauf, 8 Jahre und zack. Dann mussten sie um die Wette tanzen, haben sich da bewegt wie Gogo-Tänzerinnen, die kleinen Kerle zogen ihre T-Shirts aus, schwangen sie in der Luft, blablabla, und Laura und ich saßen da mit offenen Mündern, im wahrsten Sinne des Wortes! :D War ganz witzig anzusehen.
Am Ende waren dann auch die Großen dran und ich musste leider auch tanzen.. Aber ich glaube ich hab mich neben all den Latinas nicht ganz so schlecht angestellt ;) (Davon gibt es auch ein Video, aber das bleibt verschlossen :D)
Am Ende all dann alle nach dem Kuchenessen gegangen waren, saßen wir noch ein wenig mit der Familie zusammen und ich wurde noch zum Salsatanzen gezwungen. Es hat sogar ganz gut geklappt, ein wenig gelernt habe ich schon und Salsa ist einfach toll! Ich mag es soo gerne :)

Der Geburtstag


Am nächsten Tag stand ein Ausflug an! Und zwar wanderten wir zu einer Höhle, die in Castillo Grande ist, allerdings nicht bekannt ist. Es war ziemlich aufregend, weil es da keinen richtigen Weg gab. Dachte ich, haha, denn auf dem Rückweg haben wir dann den ECHTEN Abenteuerweg genommen, nämlich da wo einfach gaaar kein Weg war. Mit Stöcken Pflanzen zur Seite schlagen und durch, so nämlich! Eine Abenteuerwanderung durch den Regenwald, sehr schön, vor allem weil ich Shorts anhatte und meine Beine nun zerkratzt sind ;) Aber ich fands ganz cool! Außerdem habe ich Kakao gegessen, so vom Baum gepflückt :) Ist richtig lecker!
Und die Höhle war übrigens auch ganz nett ;) Nein, ehrlich, soo riesig und das ist unfassbar, wie die Natur so was macht.. Aber schaut euch die Bilder einfach an :)
Die Höhle in Castillo



Guckt wie klein Laura ist ;)


Die Gruppe


Kakao :)

Abends ging es dann zum Abschluss nochmal zum Karaoke :)
Und dann stand auch schon der letzte Tag an! Was tun? Am Pool chillen :D Wir haben uns noch ein anderes „Schwimmbad“ rausgesucht und dann einfach nochmal gechillt!
Der Tag verging dann auch relativ schnell und nach ein paar Abschiedsfotos mit der Familie hieß es dann auch schon „Tschüß“ sagen. Alle fragten, ob wir wiederkommen und ich würde wirklich sehr gerne wieder dorthin. Eines Tages :)
Dort gab es Papageien am Pool :)

Die beiden süßen Töchter :)


Und die Mama!

Pool!


Dann stand eine wieder 11-stündige Busfahrt an, mit kotzenden Kleinkindern und allem drum und dran, aber ich habs überlebt ;) Und dann war Lima wieder da! Ich war froh, wieder daheim zu sein, auch wenn es hier leider mehr grau und kalt ist :(
Das waren 10 Tage Regenwald, wenig Arbeit, viel erlebt, ganz besondere Erinnerungen geschaffen. Und mein persönliches Fazit: Es gibt Gefühle, die lassen sich in Worte, oder wenn nicht, in Bilder fassen. Aber dieses Gefühl vom Regenwald, das bleibt verborgen in meinem Innern, ganz für mich allein, denn meiner Meinung nach werden der Bericht und auch die Fotos diesem besonderen Gefühl keineswegs gerecht ;)
Ps. Einige Bilder sind von Laura – Danke! :)

3 Kommentare:

  1. hey jenny, vielleicht sagst du max noch mal, dass man im Urwald nicht direkt von den Tieren gefressen wird :D Super Bilder, ich denke ich muss meine Reisepläne für die nächsten Jahre noch mal überarbeiten ;)

    LG


    Anke

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  2. Ich hoffe du meintest den Vogel mit dem Kommentar: "Der war so süß..." ;) Einfach Wahnsinn was ihr alles sehen und erleben durftet..! Bald wieder Dschungel ein bisschen weiter weg von der Zivilisation! ;) Ich freeeuu mich und liebe Dich !;) :*

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  3. Ich kann nur nochmal wiederholen, wie unfassbar neidisch ich bin :) Und ich liebe deine Schreibstil, Jenny :) Toller Bericht und superschöne Bilder - ich kann mir gut voirstellen, dass sie allerdings keineswegs die Schönheit wiedergeben, die ihr gesehen habt ;) Kuss, Didi <3

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