Bei diesem Blogeintrag fällt es mir
besonders schwer einen Anfang zu finden. Aber ich dachte mir, der
Reihe nach wäre vielleicht ganz nützlich ;) Ich hoffe auch, dass
ich all die kleinen Details, die mir während der Reise so
aufgefallen sind und die ich euch erzählen wollte, unterbekomme und
nicht vergesse!
Also, am 04.06. ging es abends los, mit
einem Schoko-Osterhasen-Riegel ausgestattet, nach Tingo María. 11
Stunden Fahrt, mitten in der Nacht, über die Anden, es war
wahrhaftige in Traum. Obwohl wir „Betten“ gebucht hatten, habe
ich kaum ein Auge zubekommen, hatte Probleme mit den
Höhenunterschieden und war einfach froh morgens um halb sieben heil
dort anzukommen ;)
Außerdem hatte ich gerade auf dieser
Reise meine Oropax vergessen, was sich noch als großer Fehler
herausstellen sollte!
Wir wurden von der Leiterin des
Projekts abgeholt und zu der Familie gebracht, wo wir für die 10
Tage unterkommen sollten.
Kurze Beschreibung aus dem Internet:
„Tingo María - eine ruhige Stadt mit
einem poetischen Namen. Auf den ersten Blick gibt es hier nicht viel,
was einen Besuch rechtfertigen würde. "Bella Durmiente",
Dornröschen, dieser Beiname bezieht sich auf die Bergformation bei
Tingo María, in der die Einwohner die Silhouette einer schlafenden
Frau zu erkennen glauben. Doch auch Tingo María selbst wird diesem
Namen gerecht. Mit seinen knapp 55.000 Einwohnern ist das Städtchen
ein guter Ausgangspunkt für Reisen ins Amazonastiefland - und eine
prima Option für all jene, die nur einmal Regenwaldklima
"schnuppern" wollen.“
(http://www.tripsbytips.de/reisefuehrer-artikel/tingo-maria-in-peru-das-tor-zum-regenwald/10305256.html)
Das ist Tingo María, ein kleines
Städtchen, auch als „Tor zum Regenwald“ bezeichnet, da es den
Übergang von Sierra (Gebirge) zur Selva (Regenwald) bildet.
Das Projekt und unsere Unterkunft
befanden sich beide in „Castillo Grande“, einer Kommune 5 Minuten
vom Stadtzentrum entfernt. Das war wie ein kleines Dorf, es gefiel
mir auf Anhieb super. Es war morgens früh halb sieben, die Sonne
schien, es war wunderbar warm und überall war alles grün. Es gab so
gut wie keine gepflasterten Straßen, am Rand standen die Palmen, wir
fuhren im Mototaxi (gibt’s noch Bilder von) und sahen Leute ihre
Obstwaren verkaufen. Die Berge am Rand, grün von all den tropischen
Bäumen waren verhangen von morgendlichem Nebel und es lag eine
Frische in der Luft, die man sich in Lima nur wüschen kann! Endlich
mal durchatmen :)
Die Familie bei der wir unterkamen war
sehr nett und begrüßte uns herzlich, direkt mit Frühstück. Wir
bekamen unser Zimmer zugeteilt. Es war groß mit 2 Betten, einem
eigenen Bad, wenn auch ohne Tür, kaputter Klospülung und Wasserhahn
und (natürlich) nur kaltem Wasser ;)
Danach setzten wir uns zum Frühstück,
da wir uns einig waren eh nicht schlafen zu können.
Nachdem wir ausgepackt und uns ein
wenig ausgeruht haben, besuchten wir die „Municipalidad“, das
Rathaus würde man es vielleicht nennen und auch das Projekt, welches
gleich nebendran war.
Ich würde euch gerne genau erklären,
worin das Projekt besteht, aber ich muss euch enttäuschen und sagen,
dass ich das selbst in 10 Tagen nicht ganz so herausgefunden habe :D
CEDRO arbeitet dort eben mit der
Kommune dieses kleinen Dorfes zusammen, sie haben ein kleines Büro
und eine Bibliothek, wo die Kinder ihre Hausaufgaben machen können.
Es gibt auch Anschluss zum Internet, was dort nicht so häufig ist,
damit die Kinder recherchieren können, falls sie etwas für die
Schule brauchen.
Ich habe in den 10 Tagen ein Mal Kinder
gesehen, die dort hinkamen. Aber gut. Sonst arbeitet CEDRO dort
(anscheinend) viel in der Drogenprävention, da der Verkauf von Coca
vor allem in Castillo Grande eine der Haupteinnahmequellen für viele
Bewohner ist.
Es gibt außerdem Handarbeitsworkshops
für die Mütter und andere Workshops, wovon ich allerdings nicht
mitbekommen habe.
Wir setzten uns auf jeden Fall
zusammen, um zu schauen, wie unser Arbeitsplan aussehen soll und was
wir anbieten können. Es kamen dann so Sachen wie Englisch- und/oder
Deutchunterricht, Gitarrenunterricht (Laura hatte ihre mit) oder
gemeinsames Kochen zusammen.
Im Endeffekt setzte sich allerdings nur
der Deutschunterricht durch, den wir dann 2 Mal am Tag, morgens um
halb 10 und mittags um 4, anbieten sollten. Wir gingen dann also in
die Schule dort und informierten alle Kids, dass es kostenlosen
Deutschunterricht geben wird und luden sie dazu ein! Dann hieß es
abwarten, ob alles so funktioniert ;)
| Das "Büro" |
| Das sind die Mototaxis ;) |
| Dort haben wir gewohnt :) |
Dann lernten wir noch den Bürgermeister
kennen und der Rest des Tages verflog. Wir aßen lecker zu Mittag
(wie jeden Tag, die Mama konnte echt gut kochen!!) und sind abends
dann noch mit 2 Mitarbeiterinnen des Projekts nach Tingo María
gefahren, um dort ein wenig das Zentrum kennenzulernen. Es ist
wirklich ein kleines, süßes Städtchen, wo es nicht viel gibt,
außer des Zentrums :D Ich fands super, vor allem weil dort alle nur
mit Mototaxen und Mopeds rumfahren, das hat total den Flair :)
Nach einem kurzen Spaziergang sind wir
dann auch abends relativ früh und todmüde ins Bett gefallen. Da
kommen die fehlenden Oropax ins Spiel. Ich könnte mich dafür
ohrfeigen. Das ganze Haus ist nämlich sehr hellhörig, außerdem
gibt es im Regenwald ja auch viele Tiere, die dann auch gerne mitten
in der Nacht Geräusche machen, und das nicht zu leise ;) Dann
standen noch Bauarbeiten im ganzen Haus an, da sie eine zweite Etage
dazu bauen. Alles in allem bedeutet das für mich – schlaflose
Nächte, weshalb ich in den ersten 2 Tagen auch wie ein Zombi mit
Gliederschmerzen und allem rumlief und schon Angst hatte eine Mücke
hätte mir irgendwas übertragen. Aber nachdem ich dann die dritte
Nacht mehr geschlafen hatten, ging das Gott sei Dank auch wieder weg
:)
Am nächsten Morgen standen wir dann
auf, duschten kalt (brr..) und machten uns auf dem Weg zum Projekt
für die erste Deutschstunde.
Leider sollte sich herausstellen, dass
keiner kam! Fängt ja gut an :D
Stattdessen zeigte uns der Polizist von
nebenan auf seinem Laptop ein Projekt, welches die örtliche Polizei
macht. Es war sehr interessant. Allerdings würde ich ausschweifen,
würde ich jetzt mehr davon erzählen.
Was tun wir also, bis wir um 4 wieder
Unterricht geben (hoffentlich..)?! Wir fahren in die Uni!
Dort zeigten uns die beiden jungen
Mitarbeiterinnen, Margarita und Rina, den Zoo der Uni und das Museum.
Der Zoo befand sich mitten im Wald, die Natur beeindruckte mich dabei
auch eigentlich am meisten, denn die Tiere taten mir nur Leid. Sie
hatten viel zu kleine Käfige und alles, kein schöner Anblick :(
Rina erzählte, dass dort die Tiere sind, die Familien abgeben, weil
sie sie nicht mehr versorgen können oder aus anderen Gründen.
Danach gingen wir noch ins Museum, wo
man ganz viele ausgestopfte Tiere fand, und zwar wirklich viele! Von
allem was man so im Dschungel finden kann! Das Museum ist eigentlich
rein für Lernzwecke da und nicht zum Ansehen, deshalb bin ich bei
einigen Sachen etwas erschrocken, zum Beispiel dem Fötus eines
Menschenbabys, den ich da sah. Es waren sehr viele Föten ausgestellt
und auch andere Sachen. Es war schon interessant, aber auch sehr
merkwürdig, das da so eingelegt im Glas zu sehen. Der Typ erklärte
uns, dass 85 % der Tiere die dort ausgestellt sind, nicht mehr in
freier Wildbahn zu finden sind, was mich etwas schockierte. 85 % ist
schon eine Menge..
| Der Nationalvogel Perus |
| :) |
Danach hatten wir noch etwas Zeit und
fuhren zu einer „Höhle“ (Cueva de las Pavas), eine der
Touristenattraktionen in Tingo. Es war ein netter Fluss dort mit
einem Wanderweg, den wir dann entlanggingen. Die Natur ist einfach
etwas, was einen so unfassbar fasziniert dort, und all die Geräusche,
die man hört und in vielen Momenten dachte ich mir „Wow, du bist
echt im Regenwald, wie hammer“ :)
Danach fuhren wir zurück und gaben
unsere erste Deutschstunde, zwar mit relativ wenig Kids, aber es lief
gut :)
Am nächsten Morgen kamen dann sogar 3
Jungs zu unserem morgendlichen Unterricht, also hatten wir Hoffnung,
dass sich das dann vielleicht doch noch durchsetzt ;)
Danach fuhren wir zum Tourtistenbüro
in Tingo, um uns zu informieren, welche Attraktionen in der Nähe
sind, die man zwischen den Unterrichtsstunden machen kann. Wir
bekamen einige Infos und nahmen uns vor, so viel es ging davon auch
zu besichtigen, schließlich schien uns die Arbeit die nächsten 10
Tage nicht umzuhauen ;)
Um 4 stand dann wieder Unterricht an
und danach halfen wir noch ein wenig für ein Plakat zu basteln.
Am 4ten Tag, Donnerstag, sollte die
morgendliche „clase“ dann doch wieder ausfallen, was etwas
ärgerlich war. Wir machten uns dann nach dem unnötigen Warten auf
in die „Cueva de las Lechuzas“, die Eulenhöhle. Das ist die
berühmteste Touristenattraktion in Tingo und liegt im Nationalpark
Tingo Marías. Wir fuhren dort hin und gingen mit einem Führer los.
Wieder: Die Natur. Einfach der Hammer,
das kann man leider auch nicht beschreiben. Es standen dann Hütten
dort, wo man Wasser etc. kaufen konnte und ich trank zum ersten Mal
Kokosnusssaft, direkt aus der Kokosnuss :)
Danach gingen wir in die Höhle, von denen
es rund um Tingo sehr viele gibt. Und sie war rieeeeesig, echt
unvorstellbar und so beeindruckend. Überall hörte man die
Fledermäuse Geräusche machen, es war richtig laut dadrin. Die
Tropfsteine erzählen jahrtausendealte Geschichten und es fühlte
sich in dem Dunkel schon ein wenig geheimnisvoll an. Wir sahen
Fledermäuse und machten ein paar Fotos. Danach führte uns der Kerl
noch in eine Spinnenhöhle. Ich war gespannt, was uns erwartete, ich
habe eigentlich nicht sooo große Angst vor Spinnen, aber als er dann
diese eine da aus der Ritze holte, ging ich auch einen Schritt zurück
:D
Die war riesig und dünn und irgendwie
einfach ekelig. Aber wir haben immerhin ein Foto, whey :D
Außerdem habe ich abgesehen davon,
keine Spinne in der freien Wildbahn gesehen, also keine Panik vor
Monsterviechern. Vielleicht habe ich auch nur nicht genau
hingeschaut, aber man braucht keine Angst haben, dass man da
gefressen wird, sobald man den Wald betritt :)
| Vor der Höhle |
| Ihh.. |
| Kokosnusssaft |
| Der Guide |
Danach haben wir dann noch beschlossen
zu einem Wasserfall zu fahren. Nachdem uns das Mototaxi absetzte ging
es dann noch ungefähr 15 Minuten Fußweg weiter, bis wir ankamen.
Wisst ihr was das Tollste an all dem war? Es war nirgendwo niemand!
Es war wunderbar, man war die ganze Zeit alleine unterwegs und wir
hatten den Wasserfall an dem Nachmittags ganz für uns alleine! Es
war sehr beeindrucken, das Wasser war klar und frisch und es war
wunderschön sich einfach hinzusetzen und sich umzusehen, vor allem
bei der Ruhe :)
Wir entspannten uns, machten Fotos und
gingen dann die Strecke zu Fuß wieder zurück, um dann um 4 Uhr
wieder Unterricht zu geben ;)
Abends machten wir (wie so oft) nicht
viel und gingen relativ früh ins Bett!
| Santa Carmen |
Am nächsten Tag, Freitag, sollte eine
„noche cultural“ (Kulturnacht) mit den Studenten der Uni
stattfinden, für die wir morgens eine Powerpoint vorbereiteten, in
der wir etwas über Deutschland erzählten. Es sollte sich um einen
kulturellen Austausch handeln, eigentlich eine nette Sachen,
allerdings wussten wir auch nicht genau, wie das ablaufen sollte und
am Anfang wurde uns noch so Druck gemacht, wir sollten ja
uuuuunbedingt ganz viel dafür vorbereiten. Aber wir sind in Peru,
also mal ganz locker..
Die Powerpoint machten wir fertig und
dann ging es auch wieder los auf Entdeckungstour. Wir wollten zu
einem Aussichtspunkt, um die Stadt mal von oben zu sehen. Der erwies
sich allerdings nicht als sooo besonders ;) Danach fuhren wir noch zu
einer Schoko- und Kakaofabrik, da wir die besichtigen wollten, was
sich allerdings als schwerer als gedacht herausstellte. Wir brauchten
dafür ein Schreiben von dem und dem und mussten dafür da und da hin
und obwohl wir das machten, haben wir es im Endeffekt in den 10 Tagen
nicht mehr geschafft sie zu besuchen, sehr schade eigentlich.
| Tingo María |
Am Nachmittag ging es dann noch in die
Schlangenfarm, eine Sache, die mir besonders gut gefiel. Sie befand
sich quasi direkt hinter unserem Haus, wir bekamen eine Führung und
bekamen einiges über die Schlange erzählt. Mit vielen haben wir
Fotos gemacht, ich fand es richtig interessant! Eine tolle Erfahrung
:)
Da es Freitagabend war, beschlossen wir
auch uns mal das „Nachtleben“ Tingos anzusehen und gingen in eine
Karaokebar und danach noch in eine Disko. Ich muss sagen, Lima hat an
Partys wohl doch mehr anzubieten, aber es war ganz nett ;)
| Der war sooo süß :) |
| Echt interessant! |
| Die grööößte Schlange :) |
| Karaokebar! |
Achso, Moment, hatte ich nicht etwas
von der Kulturnacht gesagt? Ja, hatte ich, aber nach vergeblichem
Warten kamen die Studenten nicht, also wurde die auf Samstagabend
verschoben, ich sag ja, wir sind in Peru! :D
Wochenende – Das heißt den ganzen
Tag Zeit um die Gegend zu erkunden! :)
Am Samstag machten wir uns früh auf,
um die „Laguna de los Milagros“ zu besuchen, eine Lagune, die
sehr schön sein soll!
| Auf zur Lagune! |
| Und da ist sie :) |
| Wunderschön :) |
Wir kamen an und mussten uns erst mal
auf den Weg nach oben durch den Wald machen! Ich hatte irgendwann
schon Zweifel, dass wir richtig sind, wo soll denn hier eine Lagune
sein? Aber dann kamen wir ums die Ecke und, violá, da war sie.
Wunderschön, mit Bambushütten und Hängematten, Sonne, Ruhe und
einem großen See in der Mitte. Was wünscht man sich mehr?
Wir gingen ein wenig um die Lagune
herum und fanden eine Hütte, in der wir ganz alleine waren! Also
hieß es Handtuch raus und ab ins Gras! Es war so ruhig und
entspannend dort, das war wirklich unfassbar. Man hört nur Vögel,
sah in den strahlend blauen Himmel, hörte Musik und dachte nach,
ohne sich zu langweilen.
Irgendwann beschlossen wir uns nach
Obst umzusehen und um etwas zu trinken. A propos trinken – ein
Detail ;) Ich habe noch nie in meinem Leben so viel Saft getrunken,
es gab zu jedem Essen frischen Saft, und frisch heißt hier auch
frisch! Orangensaft, Maracuyasaft, Papayasaft, Ananassaft.. was das
Herz begehrt, mhm :)
Wir setzten uns in ein Restaurant,
tranken etwas und beschlossen danach eine kleine Bootsrundfahrt über
die Lagune zu machen. Wir schipperten ruhig daher, bestaunten die
Natur und unterhielten uns über dieses Jahr. Wie viel wir doch
erlebt haben, dass wir in etwas mehr als 2 Monaten nun schon zu Hause
sind und auf was man sich freut und was man vermissen wird. Es war
wirklich ein ruhiger, schöner Tag mit vielen Gedanken rund um alles
:)
Abends stand dann ja die Kulturnacht
an, also gingen wir pünktlich (was ein Fehler! Ich habe mich immer
noch nicht dran gewöhnt) los und warteten. Leider war das „Büro“
zu, weshalb wir auch nicht kurz mal im Internet vorbeischauen
konnten.
Es gab allerdings einen „Frisörsalon“
um die Ecke, der auch Maniküre anbot, weshalb ich aus Jux behauptete
„Lass doch einfach dahin gehen“. Es war allerdings nur die
Besitzerin da, und nicht ihre Angestellte für die Maniküre, aber
sie bat uns direkt sich hinzusetzen und Fern zu schauen und
unterhielt sich mit uns über alles und nichts. Das ist so eine
besondere Sachen in Peru, vor allem in kleinen Gemeinden. Man wird
eingeladen und unterhält sich eben dann einfach. Uns wurde noch
Apfelsaft angeboten und natürlich beschlossen wir dann am nächsten
Morgen zur Maniküre wiederzukommen ;) Echt unfassbar manchmal,
dieses Land :)
Margarita kam dann, hatte allerdings
keinen Schlüssel fürs Büro, also warteten wir weiter (haben wir ja
nicht schon eine Stunde :D). Irgendwann wurde das Büro dann geöffnet
und wir haben uns hingesetzt, um … zu warten :D
Und wer hätte es gedacht, die
Studenten kamen nicht, haha, echt unfassbar. Laura und ich wussten
auch nicht, ob wir uns ärgern oder einfach drüber lachen sollten.
Im Endeffekt lachten wir, als gesagt wurde wir verschieben es einfach
auf Montag. Jajajaja... Wir werden ja sehen ;)
Dann war auch schon Sonntag! Morgens
gingen wir zum Nägelmachen (haha) und danach entschieden wir uns in
die „piscina“ zu gehen (Schwimmbad). Es gab dort direkt um die
Ecke ein Hotel, von dem man nur den Pool benutzen konnte. Es war echt
richtig schön, wir zogen einige Bahnen und entspannten uns unter
blauem Himmel und perfektem Sonnenschein mit Blick auf tropische
Bäume! Ich fands super :)
Am Nachmittag wollten wir noch zu einem
anderen Aussichtspunkt, der schöner sein soll, nur leider wurde der
Weg dort hin anscheinend gesperrt und wir konnten nicht hoch.
Danach sind wir nach Tingo gefahren,
waren kurz im Internetcafé und fuhren dann auch abends wieder nach
Hause.
| Läuft :) |
Am Montag (eine Woche war schon um)
gingen wir dann morgens erst ins Büro, um zu warten ob jemand zur
clase kommt. Eigentlich hatten wir beschlossen gar nicht zu gehen, da
wir wussten, dass eh niemand kommen würde, aber gut. Nach ner Stunde
warten, beschlossen wir dann einen weiteren Wasserfall zu besuchen!
Also fuhren wir mit dem Mototaxi los, ans andere Ende des
Nationalparks. Dort wartete eine ca. 40-minütige Wanderung auf uns,
die für mich zu eine der schönsten Erlebnisse der 10 Tage wurde.
Nicht nur, dass wir dann noch mit einem atemberaubenden Wasserfall
belohnt wurden, nein, aber die Natuuur. Wirklich, es lässt sich
nicht beschreiben, dieses Feeling des Regenwaldes, man wandert
dadurch, niemand sonst ist dort, nur du und die Natur, mit all ihrer
Schönheit, es war wirklich unbeschreiblich schön :)
Ja und dann der Wasserfall! Das Wort
des Tages war glaube ich „Wow!“ ;) Es war wirklich.. hammer! So
ein wundervoller Wasserfall, und das Wasser war soo klar. Wir standen
nur da und staunten und versuchten es irgendwie auf Fotos
festzuhalten, aber ich muss euch sagen: Es ist in echt einfach viel
viel viel schöner!
Ich begegnete an diesem Tag 100 Arten
von Schmetterlingen in den verschiedensten Farben und Größen. Das
Spiel von Licht und Schatten durch die Kronen der Bäume, die Flüsse,
all die Pflanzen und dazu die tropische Hitze. Der Blick in den
makellos blauen Himmel und an den Bergen hoch. Es war unfassbar,
wirklich :) Etwas ganz Besonderes und Unvergessliches!
| The Explorer ! :D |
| Woooow! :) |
| Der Eingang zum Nationalpark! |
Am Abend stand dann ein 2-jähriger
Geburtstag an, und das war DIE Party im Dorf! Deshalb (bestimmt
nuuuur deshalb, und vielleicht weil die Studenten Examen hatten..)
viel die Kulturnacht aus, whey! Einmal lachen, bitte :D
Auf jeden Fall gab es auf dem
Geburtstag einen Clown, der dann so durch den Abend geführt hat und
mit all den Kids Spiele gemacht hat. Leider gingen Laura und ich
etwas gestört von diesem Geburtstag, da es nicht zu vergleichen ist
mit Kuchen auspusten, Topfschlagen und basteln auf einem „normalen“
Kindergeburtstag, neeeein (Ok, was ist schon normal..).
Naja, auf jeden Fall haben die viele
Spiele mit tanzen gemacht, aber Rolf Zukowski ist hier halt auch
nicht. Stattdessen gab es viel Reggaeton, davon hab ich kurz schon
mal berichtet, ich denke ich sollte demnächst mal einen
Musikblogeintrag schreiben ;)
Auf jeden Fall tanzt man dazu sehr
freizügig und mit sehr viel Bewegung.. Die Kinder hatten das
anscheinend auch schon drauf, 8 Jahre und zack. Dann mussten sie um
die Wette tanzen, haben sich da bewegt wie Gogo-Tänzerinnen, die
kleinen Kerle zogen ihre T-Shirts aus, schwangen sie in der Luft,
blablabla, und Laura und ich saßen da mit offenen Mündern, im
wahrsten Sinne des Wortes! :D War ganz witzig anzusehen.
Am Ende waren dann auch die Großen
dran und ich musste leider auch tanzen.. Aber ich glaube ich hab mich
neben all den Latinas nicht ganz so schlecht angestellt ;) (Davon gibt es auch ein Video, aber das bleibt verschlossen :D)
Am Ende all dann alle nach dem
Kuchenessen gegangen waren, saßen wir noch ein wenig mit der Familie
zusammen und ich wurde noch zum Salsatanzen gezwungen. Es hat sogar
ganz gut geklappt, ein wenig gelernt habe ich schon und Salsa ist
einfach toll! Ich mag es soo gerne :)
| Der Geburtstag |
Am nächsten Tag stand ein Ausflug an!
Und zwar wanderten wir zu einer Höhle, die in Castillo Grande ist,
allerdings nicht bekannt ist. Es war ziemlich aufregend, weil es da
keinen richtigen Weg gab. Dachte ich, haha, denn auf dem Rückweg
haben wir dann den ECHTEN Abenteuerweg genommen, nämlich da wo
einfach gaaar kein Weg war. Mit Stöcken Pflanzen zur Seite schlagen
und durch, so nämlich! Eine Abenteuerwanderung durch den Regenwald,
sehr schön, vor allem weil ich Shorts anhatte und meine Beine nun
zerkratzt sind ;) Aber ich fands ganz cool! Außerdem habe ich Kakao
gegessen, so vom Baum gepflückt :) Ist richtig lecker!
Und die Höhle war übrigens auch ganz
nett ;) Nein, ehrlich, soo riesig und das ist unfassbar, wie die
Natur so was macht.. Aber schaut euch die Bilder einfach an :)
| Die Höhle in Castillo |
| Guckt wie klein Laura ist ;) |
| Die Gruppe |
| Kakao :) |
Abends ging es dann zum Abschluss
nochmal zum Karaoke :)
Und dann stand auch schon der letzte
Tag an! Was tun? Am Pool chillen :D Wir haben uns noch ein anderes
„Schwimmbad“ rausgesucht und dann einfach nochmal gechillt!
Der Tag verging dann auch relativ
schnell und nach ein paar Abschiedsfotos mit der Familie hieß es
dann auch schon „Tschüß“ sagen. Alle fragten, ob wir
wiederkommen und ich würde wirklich sehr gerne wieder dorthin. Eines
Tages :)
| Dort gab es Papageien am Pool :) |
| Die beiden süßen Töchter :) |
| Und die Mama! |
| Pool! |
Dann stand eine wieder 11-stündige
Busfahrt an, mit kotzenden Kleinkindern und allem drum und dran, aber
ich habs überlebt ;) Und dann war Lima wieder da! Ich war froh,
wieder daheim zu sein, auch wenn es hier leider mehr grau und kalt
ist :(
Das waren 10 Tage Regenwald, wenig
Arbeit, viel erlebt, ganz besondere Erinnerungen geschaffen. Und mein
persönliches Fazit: Es gibt Gefühle, die lassen sich in Worte, oder
wenn nicht, in Bilder fassen. Aber dieses Gefühl vom Regenwald, das
bleibt verborgen in meinem Innern, ganz für mich allein, denn meiner
Meinung nach werden der Bericht und auch die Fotos diesem besonderen
Gefühl keineswegs gerecht ;)
Ps. Einige Bilder sind von Laura –
Danke! :)
hey jenny, vielleicht sagst du max noch mal, dass man im Urwald nicht direkt von den Tieren gefressen wird :D Super Bilder, ich denke ich muss meine Reisepläne für die nächsten Jahre noch mal überarbeiten ;)
AntwortenLöschenLG
Anke
Ich hoffe du meintest den Vogel mit dem Kommentar: "Der war so süß..." ;) Einfach Wahnsinn was ihr alles sehen und erleben durftet..! Bald wieder Dschungel ein bisschen weiter weg von der Zivilisation! ;) Ich freeeuu mich und liebe Dich !;) :*
AntwortenLöschenIch kann nur nochmal wiederholen, wie unfassbar neidisch ich bin :) Und ich liebe deine Schreibstil, Jenny :) Toller Bericht und superschöne Bilder - ich kann mir gut voirstellen, dass sie allerdings keineswegs die Schönheit wiedergeben, die ihr gesehen habt ;) Kuss, Didi <3
AntwortenLöschen